In geheimer Wahl zum neuen Stadtpräsidenten der Neubrandenburger Stadtvertretung stimmten am Donnerstag 19 Stadtvertreter
In geheimer Wahl zum neuen Stadtpräsidenten der Neubrandenburger Stadtvertretung stimmten am Donnerstag 19 Stadtvertreter gegen Roman Oppermann (SPD), 18 votierten für ihn. NK-Archiv/Peters
Oppermann nicht gewählt

Neubrandenburg muss weiter ohne Stadtpräsidenten auskommen

Die Neubrandenburger Stadtvertretung bleibt nach dem Rücktritt von Dieter Stegemann offiziell weiter ohne Stadtpräsidenten. Der SPD-Ratsherr Roman Oppermann erhielt bei einer Wahl keine Mehrheit.
Neubrandenburg

Der SPD-Kandidat Roman Oppermann ist bei der Wahl zum neuen Stadtpräsidenten der Neubrandenburger Stadtvertretung durchgefallen. In geheimer Wahl stimmte bei der Sitzung am Donnerstag eine knappe Mehrheit von 19 Stadtvertretern gegen Oppermann, 18 votierten für ihn. Weitere Kandidaten für das Amt des Stadtpräsidenten gab es am Donnerstag nicht.

Roman Oppermann, der nach dem Rücktritt von Dieter Stegemann (CDU) infolge der Mobbing-Affäre die Stadtvertretung aktuell kommissarisch führt, sagte nach dem Wahlgang, damit sei kein neuer Stadtpräsident gewählt worden. Die Wahl müsse am 11. August wiederholt werden.

Eigentlich hätte Die Linke das Vorschlagsrecht

Die achtköpfige SPD-Fraktion hatte Oppermann ins Rennen geschickt, obwohl sie nicht die stärkste Kraft in der Stadtvertretung ist. Er hatte am Dienstag noch bei Besuchen in Fraktionen für seine Wahl geworben. Als mit elf Mitgliedern stärkste Kraft in dem 43-köpfigen Gremium hätte entsprechend demokratischen Gepflogenheiten jetzt eigentlich die Fraktion von Die Linke das Vorschlagsrecht gehabt.

Nach dem Auseinanderbrechen der CDU-Fraktion im Streit um die Unterstützung von Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) haben sich die Mehrheitsverhältnisse in der 2019 gewählten Neubrandenburger Stadtvertretung verschoben.

Jetzt lesen: Die Skandalrede in der Neubrandenburger Stadtvertretung im Wortlaut

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Kommentare (1)

Ein Glanzstück der Konstruktiven Zusammenarbeit der Fraktionen in de Stadtvertretung Neubrandenburgs ! Prof.Dr. Oppermann ist wahrlich ein überparteilicher Kandidat und hat sein Bemühen um Ausgleich auch schon mehrfach unter Beweis gestellt. Die Gräben in der Stadtvertretung wurden mal wieder vertieft. Es ist wie beim Wahltermin zur OB Wahl wir haben keinen Kandidaten wollen aber später wählen um dann die geringe Wahlbeteiligung zu thematisieren. Da zeigten sich die Gegner noch mit offenem Visier. Nach der Rede von Frau Klopsch, wurde Stegemann geopfert und Frau Klopsch wird sicherlich den gleichen Weg gehen müssen damit die Im Schatten weiter intrigieren können! Wie lange die Dreisamkeit anhält werden sich die Protagonisten dieser Allianz Fragen müssen? Die zu offensichtlich die Stimmen der blauen brauchen um ihre Positionen zu festigen. Die Kommunalpolitik ist ein zu wichtiges Feld um Ränkespiele zu veranstalten aber man kennt die ja es geht größtenteils um persönliche Befindlichkeiten. Ich meine die Bürger haben ein Anrecht darauf dass die Ratsfrauen und Ratsherren schnellstens zur Sacharbeit zurückkehren und die Stadtvertretung wieder ein arbeitsfähiges Präsidium erhält.