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Neubrandenburg setzt mehr auf Herz als auf Hetze

Herz statt Hetze – an der Marienkirche setzten viele Neubrandenburger ein Zeichen.
Herz statt Hetze – an der Marienkirche setzten viele Neubrandenburger ein Zeichen.
Jörg Franze

Die MVgida-Demo verliert in der Viertorestadt an Zulauf. An der Marienkirche setzen die Neubrandenburger dafür ein Zeichen der Toleranz.

Die einen zeigen Unverständnis, die anderen Herz. Zum dritten Mal versuchte sich die MVgida-Bewegung am Montagabend an der Mobilmachung der Neubrandenburger „Wutbürger“. Und rief zum Marsch durch das Vogelviertel und die Ihlenfelder Vorstadt auf, um mit einem sogenannten Abendspaziergang das Abendland zu verteidigen. Etwa 160 Demonstranten versammelten sich nach Polizeiangaben diesmal nahe der Greifstraße, vor drei Wochen waren es 350 und zum ersten Rundgang im Oktober gut 500.

Dafür setzten knapp 150 Neubrandenburger an der Marienkirche ein Zeichen für Toleranz und gutes Miteinander. Stadtpräsidentin Irina Parlow hatte unter dem Motto „Neubrandenburg zeigt Herz“ aufgerufen und fand eine Menge Unterstützer, darunter neben den demokratischen Parteien auch die Kirchgemeinden, die Hochschule, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Stadtverwaltung und die Initiative „Neubrandenburg hilft“.