Aktion Wohnungsverkauf läuft an

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Neubrandenburg verkauft Hunderte seiner Wohnungen

Das Haus Ihlenfelder Straße 8 soll veräußert werden.
Das Haus Ihlenfelder Straße 8 soll veräußert werden.
Susanne Schulz

Neubrandenburg will über 400 stadteigene Wohnungen verkaufen. Inzwischen ist auch klar, welche Blöcke und Häuser betroffen sein sollen.

In den Briefkästen der Bewohner einiger Wohnblöcke der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) fand sich am Freitag Post vom Vermieter. Nachdem die Neubrandenburger Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit dem Verkauf von Neuwoges-Wohnungen zur Haushaltskonsolidierung der Stadt grundsätzlich ihre Zustimmung gaben, wurden die Betroffenen nun darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie ihre Miete in nicht allzu ferner Zukunft an einen anderen Hausbesitzer zahlen sollen.

Nach Informationen des Nordkurier sind folgende Blöcke bewiehunsgweise Aufgänge von einem Verkauf betroffen: Die Gebäude Monckeshofer Straße 38 und 38a, Ihlenfelder Straße 8 und 17, Kurze Straße 1-7 und 9-15, Erich-Zastrow-Straße 12 und 14 sowie Petrosawodsker Straße 58-64 sollen auf dem freien Markt angeboten werden. In diesen Häusern befinden sich 301 Wohnungen, zudem sechs Gewerberäume. Außerdem sollen Blöcke in der Hufelandstraße 49-55, Pawlowstraße 1-7 sowie An der Hürde 10 an die Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft (Neuwoba) verkauft werden. Dies würde 118 Wohnungen betreffen. Sollte die Neuwoba dazu Nein sagen, gehen die Objekte ebenfalls in den freien Verkauf.

Weitere Blöcke als Reserve vorgesehen

Die Veräußerung, die von den Stadtvertretern grundlegend schon vor Monaten mit ihrer Zustimmung zum Haushaltssicherungskonzept der Stadt auf den Weg gebracht worden war, soll mehr als 6,7 Millionen Euro für die städtische Kasse einbringen. Wenn dieses Ziel nicht erreicht werden sollte, sind weitere drei Wohnblöcke mit 199 Wohnungen als Reserve ausgewählt. Da die Situation auf dem Immobilienmarkt derzeit allerdings für Verkäufer von Objekten als relativ komfortabel gilt, halten Immobilien-Experten die angestrebten Erlöse für durchaus realistisch. Geplant ist, die Objekte möglichst noch im zweiten Halbjahr 2017 oder 2018 am Markt zu platzieren.

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