VERKEHR

Neubrandenburg will Blitzersäulen aufstellen

Offenbar sieht die Stadt Neubrandenburg Bedarf in der Verkehrserziehung. Mehrere neue Blitzersäulen sollen Rot- und Temposünder abschrecken. Doch das kostet.
Die Säulen sollen Verkehrssünder abschrecken.
Die Säulen sollen Verkehrssünder abschrecken. Daniel Karmann
Neubrandenburg.

Rotlicht- und Temposünder in Neubrandenburg müssen sich Ende des Jahres auf eine wichtige Änderung gefasst machen. Wie Ordnungsamtsleiter Jörg Schmiedel kürzlich im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung sagte, sollen zwei Blitzersäulen in Neubrandenburg aufgebaut werden. Die können sowohl Rotlicht- als auch Tempoverstöße dokumentieren.

Eine solche Kombination gab es in Neubrandenburg bisher nicht. Wer von Neubrandenburg über die Oststadt aber in Richtung der A20 fährt, wird die Blitzersäule in Warlin jedoch bestens kennen.

Kosten für eine Säule im sechsstelligen Bereich

Insbesondere die Ampel auf dem Neubrandenburger Ring in Richtung Rostocker Straße zeigt, warum die Stadt die Säulen anschaffen will. Autofahrer Richtung Westen würden noch Gas geben, um im allerletzten Moment den Bereich zu passieren. Dabei ist die Ampel längst auf Rot gesprungen, Fußgänger und Radfahrer hätten längst grün, so Schmiedel. Eine Gefahr für diese Verkehrsteilnehmer.

Die Blitzersäulen sollen vor allem für Abschreckung sorgen. „So etwas spricht sich schnell rum“, sagte Schmiedel.

Allerdings ist so ein Blitzer nicht billig. Der Ordnungsamtsleiter beziffert die Kosten für einen Blitzer im niedrigen sechsstelligen Bereich. Technik und Montage seien am teuersten. Ob diese Blitzer tatsächlich noch in diesem Jahr kommen, müsse angesichts der angespannten Haushaltslage in Corona-Zeiten geprüft werden. Auch welche Standorte genau für die neuen Blitzer geplant sind, ist derzeit noch nicht bekannt.

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Kommentare (4)

Beim Thema „Verkehrserziehung“ ist auf Neubrandenburg immer Verlass!

Solche Säulen sind dringendst in ganz MV, ja in ganz Deutschland notwendig.

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Sicher bringen solche Leuchten viel Geld ins Stadtsäckel. Besser wäre es im Rahmen der verkehrsssicherheit manche Ampelschaltung der Stadt zu überprüfen. Am ehemaligen Filmeck scheint es besonders schlimm zu sein das leitsystem ordnungsgemäß zu Programmieren, oder gibt es so viele nicht zurechnungsähige Fahrzeugführer, die bei Rot Vollgas geben. Ein Tag mit der Polizei mit wachen Augen würde da viele potentielle Gefährder länger aus dem Verkehr ziehen; zusätzlich kann sie dann auch noch den Drogen und Alkoholtest durchführen. Abbiegen bei Rot von 3 Fahrzeugen von der Brücke kommend in die Torgelower ist an der Tagesordnung, ebenso das die Linksabbieger in die Stadt von der Torgelower in Stoßzeiten von den aus der Kranichstraße geradeaus fahrenden regelrecht ausgebremst werden. Man fährt eben bei Rot ,ich geb einfach Gas.... was solls andere können ja bremsen. Man fragt sich hier, wer hat hier das Hoheitsrecht und sorgt für Sicherheit und wer ist der Verursacher dieses Chaos?