FASZINATION FEUER

Neubrandenburger Artisten touren durch Deutschland

Einmal auf Tournee gehen, ist der Wunsch vieler Künstler und Artisten. Für Karsten Nix und Marie Kannemann ist er mit „Rock the Circus“ in Erfüllung gegangen.
Funkenflug: Mit ihren Feuershows sorgen Marie Kannemann und Karsten Nix immer wieder für Wow-Momente. Foto: ZVG
Funkenflug: Mit ihren Feuershows sorgen Marie Kannemann und Karsten Nix immer wieder für Wow-Momente. ZVG
Höchste Konzentration ist beim Spiel mit dem Feuer gefragt. Foto: ZVG
Höchste Konzentration ist beim Spiel mit dem Feuer gefragt. ZVG
Neubrandenburg.

Während im Hintergrund ganz leise „Der Winter“ aus Antonio Vivaldis wohl bekanntestem Violinenkonzert „Die vier Jahreszeiten“ läuft, haben es sich Karsten Nix und Marie Kannemann in ihrem Dojo, dem Neubrandenburger Tao-Institut, mit einer heißen Tasse Tee gemütlich gemacht. Denn die beiden Feuerartisten der eigentlich siebenköpfigen Rethra Feuer-Crew erholen sich von dem ersten Teil der „Rock the Circus“-Tour und sammeln neue Energie für den zweiten Teil der deutschlandweiten Tournee. „Das besondere an „Rock the Circus“ ist, dass die Artisten mit einer Liveband auf der Bühne stehen, die Rockmusik aus den 70ern, 80ern und 90ern spielen. Es ist Livemusik mit einem Zirkusprogramm“, sagt Karsten Nix.

Tourleben könne ganz schön anstrengend sein

Das Tourleben fordert allerdings eine Menge von den beiden Neubrandenburgern ab. „Man ist nach der Show erst um ein oder zwei Uhr, manchmal später im Hotel, und Frühstück gibt es auch meist nur bis um zehn. Dadurch kommt auch gerne mal der Schlaf zu kurz“, erzählt Marie Kannemann. Dann geht es meist schon um elf Uhr mit dem Bus weiter. Doch wer denkt, die beiden würden durch die Tour viele Städte sehen, täuscht sich. Mehr als den Veranstaltungsort sehen sie nämlich selten. „Vor Weihnachten sind wir auch mal auf die Weihnachtsmärkte gegangen, um dort zu essen“, sagt Marie Kannemann, aber ansonsten bleibt nicht viel Zeit für eine Stadtbesichtigung.

Denn als Feuerartisten benötigen sie, im Gegensatz zu anderen Artisten, viel Zeit für die Vor- und Nachbereitung. „Wir müssen unsere Sachen tränken, unsere Pyroshow vorbereiten und die Choreografie nochmal durchgehen, das dauert“, erklärt Marie Kannemann. Und auch nach der Show muss alles wieder ordnungsgemäß gereinigt und verpackt werden. „Das Tourleben ist zwar anstrengend, aber auch geil“, sagt Karsten Nix.

Pause ist wichtig, um den Körper zu entgiften

Die Pause von der Tour ist jedoch nicht nur wichtig, um Schlaf nachzuholen und Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, sondern auch um den Körper zu entgiften. Das Pyrofluid, mit dem die Flammenbälle gespuckt werden, ist giftig, und es bleibt nicht aus, dass geringe Mengen davon in den Körper gelangen. „Wir achten durch unsere Ernährung darauf, Leber und Nieren zu schonen und durch Übungen den Abbau des Giftes zu beschleunigen“, sagt Karsten Nix, denn ansonsten sei man irgendwann platt.

Dass Karsten und Marie in der Show auftreten, ergab sich zufällig. Eigentlich hatte der Veranstalter von „Rock the Circus“ nach einem neuen Choreografen gesucht. Als er jedoch gesehen hat, dass Karsten ein Feuerartist ist, war er sofort Feuer und Flamme und sagte, dass er ihn in seiner Show braucht. Allerdings konnte aus Platzgründen nicht die komplette Rethra Crew mitfahren. „Wir einigten uns auf zwei Leute, und da war klar, dass Marie mitkommt“, sagt Karsten. Die beiden treten häufig als Duo auf und haben auch eine eigene Hochzeitsfeuershow.

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