AFFÄRE UM RAUMVERMIETUNG

Neubrandenburger CDU-Chef Frank Benischke tritt zurück

Nach der Affäre um die nicht ordnungsgemäße Überlassung von städtischen Räumen an den CDU-Stadtverband hat dessen Vorsitzender Konsequenzen gezogen.
Frank Benischke ist nicht mehr Vorsitzender des Stadtverbandes der Neubrandenburger Christdemokraten.
Frank Benischke ist nicht mehr Vorsitzender des Stadtverbandes der Neubrandenburger Christdemokraten. Thomas Kunsch
Neubrandenburg.

Als Konsequenz aus Unregelmäßigkeiten bei der Überlassung von Räumen an den Stadtverband der Neubrandenburger CDU hat dessen Vorsitzender Frank Benischke am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. Um auch für die CDU schwierigen Auseinandersetzungen künftig aus dem Weg zu gehen, halte er es für sinnvoll, „mit sofortiger Wirkung mein Ehrenamt als Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU niederzulegen”, schrieb Frank Benischke, der auch Vorsitzender der Geschäftsführung der kommunalen Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) ist, am Sonntag an die Mitglieder des Stadtverbandes. „Dafür bitte ich alle, die mich bis heute aktiv unterstützt haben, um Verständnis.”

Frank Benischke als Vorsitzendem der Neuwoges Geschäftsführung der kommunalen Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft werden Unregelmäßigkeiten bei der Vermietung eines Konferenzraumes im zum Unternehmen gehörenden Haus der Kultur und Bildung (HKB) angelastet. Die Nutzung der Räume durch den CDU-Stadtverband, dem Benischke vorsteht, soll nicht abgerechnet worden sein. Allein für die Jahre 2018 und 2019 wird auf eine Mieteinnahme von 758 Euro verwiesen, die der städtischen Tochter so entgangen sein soll.

OB Witt hatte fristlose Entlassung angestrebt

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hatte deswegen eine fristlose Entlassung angestrebt, die Stadtvertretung folgte aber auf einer Sitzung am Donnerstag, einem Vorschlag des Aufsichtsrats, den Geschäftsführer abzumahnen und eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe zu verhängen. Neben dem Verdacht der Untreue war auch Kritik an den zahlreichen Ehrenämtern des 56-jährigen Managers laut geworden.

Nach den Worten Benischkes gab es „ausgelöst von einem letztlich von mir zu verantwortenden organisatorischen Missstand in meiner beruflichen Tätigkeit” in den vergangenen Wochen heftige Diskussionen und Kontroversen in der Stadt Neubrandenburg. Diese hätten sich sich zuletzt „deutlich über den eigentlichen Anlass hinaus” ausgeweitet. In diesem Zusammenhang seien auch seine Ehrenämter und damit zusammenhängende mögliche Konflikte mit seinem Hauptberuf angesprochen worden. Zu weiteren Ehrenämtern werde er „in Abstimmung mit der Kreistagsfraktion” im Rahmen der nächsten Kreistagssitzung noch Entscheidungen treffen. Benischke ist unter anderem stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte.

 

 

 

 

 

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Kommentare (6)

... 01.Mai 2020;11:18 Uhr schrieb ich :"...oder der politische Druck ist so groß das er zurück tritt. Alles ist möglich."
Nun ist eingetreten, was ich am 1. Mai schon als mögliche Variante ins Spiel brachte. Natürlich die kostengünstigste Variante.

Na, nun trauen Sie sich auch. Für die Stadt wehre es in jedem Fall die Beste Lösung !!

Der Rücktritt vom B. vom CDU-Vorsitz hat doch null Aussenwirkung. Nur der CDU nützt der.
Witt muss da nicht nachziehen. Wie auch. Und warum überhaupt?

kann ein Krimineler den Rückritt vom Vorsitz im Kindergarten gut verkraften.

Seit wann kann eine Wohnungsgesellschaft Geldstrafen verhängen? Klingt eher danach, dass sich Benischke freigekauft hat, um seinen Rauswurf zu verhindern.

Mit was kann Benischke die kompletten Stadtverwertrer erpressen das er ungeschoren davon kommt. Den deine Rüge ist ja wohl nur ein Witz. Aber da sieht man wie die Parteien sich gegenseitig in den Arsch kriechen. LINKE UND CDU können doch zusammen arbeiten. Lieber wird weiter geklüngelt das sich die Balken biegen. Ausbaden darf es den der Mieter der NEUWoGeS mit überteuerten Mieten für reine Dreckslöcher. Kan sich jeder in der Neustrelitzer Straße 103-109 überzeugen. Auch die vom NEUWoGeS Aufsichtsrat oder Stadvertreter.