NACH THÜRINGEN-DEBAKEL

Neubrandenburger CDU und Linke zeigen im ZDF, wie's geht

Was in Thüringen die Regierungsbildung erschwert, gehört in Neubrandenburg zur Normalität. CDU und Linke arbeiten gut zusammen. Doch manchmal knirscht es trotzdem.
Diana Kuhk (CDU) und Toni Jaschinski (Linke) wurden vom ZDF zur Zusammenarbeit ihrer Fraktion in der Neubrandenburger Stadtver
Diana Kuhk (CDU) und Toni Jaschinski (Linke) wurden vom ZDF zur Zusammenarbeit ihrer Fraktion in der Neubrandenburger Stadtvertretung interviewt. Danny Bende
Neubrandenburg.

Nach dem Debakel um die Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten hat es Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ganz klar unterstrichen: „Eine Zusammenarbeit der CDU mit der Linken kann es nicht geben.“ Auf kommunaler Ebene arbeiten Christdemokraten und Linke aber schon an vielen Orten gut zusammen, wie das ZDF-Politmagazin „Frontal 21“ am Dienstag zur besten Sendezeit berichtete – und zwar am Beispiel der Neubrandenburger Stadtvertretung.

+++ Den „Frontal 21“-Beitrag sehen Sie hier +++

Parteipolitik würden die Neubrandenburger nicht verstehen

In einem mehrminütigen Beitrag sprachen CDU-Fraktionschefin Diana Kuhk und ihr Amtskollege von der Linksfraktion, Toni Jaschinski, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei dem Ziel, die Stadt voranzubringen. Bei der Konzertkirche etwa seien sich Linke und CDU einig gewesen, das Gebäude zu einem Konzertsaal auszubauen. Es sei zwar ein „riesiges Millionenobjekt“, was da an Geld reingeflossen sei. Die Linksfraktion sieht den „touristischen Magneteffekt“ laut Jaschinski aber als „enorm hoch“ an.

CDU-Fraktionsvorsitzende Diana Kuhk gab zu bedenken: „Wir sind hier vor Ort, wir sind Ansprechpartner für die Bürger.“ Diese würden es nicht verstehen, „wenn wir diese schöne Konzertkirche nicht entwickelt hätten, weil wir Parteiränkespiele machen müssen“.

Beide Kommunalpolitiker unterstrichen aber auch die politischen Unterschiede. Nach den Worten Kuhks hätte die CDU-Fraktion beispielsweise für mehr Sicherheit und Ordnung gerne eine Videoüberwachung des Neubrandenburger Marktplatzes. „Es hat noch nicht geklappt, wir arbeiten dran.“ Linksfraktionschef Jaschinski will das Geld statt in Überwachung aber lieber in die Prävention investieren, um das gemeinsame Ziel eines „sauberen und schönen Marktplatzes“ zu erreichen. CDU (11 Sitze) und Linke (10 Sitze) stellen die größten Fraktionen in der Stadtvertretung.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

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Kommentare (4)

Dann kann man Thüringen nur wünschen, dass Sie vor dieser guten Zusammenarbeit geschützt bleiben. Fast die Hälfte der Menschen hat seit der Wende die Stadt verlassen und laut online Umfrage empfinden 37 % der Bürger in der Stadt die Sicherheit als sehr unsicher. Müll seit 2015 um 100 % teurer, in einem Jahr 2 mal den Strom erhöht usw. Ja und die AFD hat schon eine Zustimmung von 30 % , geht es so weiter sind es bald 50 %, ja und das mit Recht.

warum sind Sie noch da?

Zum einen, weil meine Vorfahren hier was aufgebaut haben was man nicht kampflos opfert. Ja und zum zweiten weil mit der AFD ja wieder etwas Hoffnung da ist, dass sich bald wieder vieles zum positiven ändert. Thüringen ist ein sehr schönes Beispiel. Auch da wollen die Menschen eine Veränderung und mit Sicherheit keinen linken Ministerpräsidenten und keine Leute die Demokraten ausgrenzen.

Wer glaubt, dass mit der rechtsradikalen AfD irgendwas besser werden würde, glaubt auch, dass die Witznews vom Postillon wahr sind.
Leute, die AfD wählen sind für mich Feinde der Freiheit und Demokratie. Und die AfD selbst will zurück zur Diktatur der 1930er/40er unter dem irren Massenmörder aus Braunau.