CORONAVIRUS

Neubrandenburger Datzeberg stemmt die Nachbarschaftshilfe

Auf dem Datzeberg hat sich ein starkes Netzwerk gegründet, um Menschen aus Risikogruppen im Alltag im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen.
Eine neue Initiative möchte auf dem Datzeberg für Einkaufs- und Nachbarschaftshilfe sorgen.
Eine neue Initiative möchte auf dem Datzeberg für Einkaufs- und Nachbarschaftshilfe sorgen. Mirko Hertrich
Ralf Neumann von Polyluxverein
Ralf Neumann von Polyluxverein Jakob Regin
Tobias Rave von Caribuni
Tobias Rave von Caribuni Martina Schwenk
Neubrandenburg.

Auf dem Neubrandenburger Datzeberg gibt es ein neues Angebot für die Nachbarschaftshilfe. Wie der Caribuni-Stadtteiltreff der Caritas mitteilt, wolle man damit in Kooperation mit dem Stadtteilbüro und dem Verein Polylux Menschen, die zu einer Corona-Risikogruppe gehören, schützen und im Alltag unterstützen. Auslöser war die Aufforderung, unter anderem an ältere Menschen, sich selbst zu isolieren und nicht mehr einkaufen zu gehen, schreibt der Stadtteiltreff.

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Nicht nur Hilfe beim Einkaufen

Es sei offensichtlich gewesen, in der Folge Einkaufshilfe anzubieten. Dafür sei die Initiative schnell verschiedene Wege gegangen. Zettel mit Hilfsangeboten wurden in den Hausaufgängen verteilt, die Information zudem breit in den sozialen Netzwerken verstreut. So sollen auch „die jüngeren und fitteren Menschen mit den älteren und hilfebedürftigen in Austausch gebracht werden“, heißt es in der Mitteilung. Als weitere Vernetzungsmöglichkeit werde zudem die Plattform nebenan.de wiederbelebt. Denn die angebotene Hilfe müsse nicht nur auf das Einkaufen beschränkt sein.

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„Es gibt zum Beispiel mehr als genug Klopapier auf dem Datzeberg, es ist nur etwas ungleichmäßig verteilt. Diese Plattform soll uns helfen, uns als Nachbarn zu unterstützen und im Bedarf Abhilfe zu schaffen. Ich habe noch vier Klorollen, wer keine mehr hat, kann gerne eine bekommen!“, wird Tobias Rave von Caribuni zitiert. Die Aktionen des Hilfeverbundes gehen noch weiter: Unter der Festnetznummer 0395 35176613 sei ein Hilfe-Telefon eingerichtet worden. Hier könnten Helfer und Hilfsbedürftige bei Inanspruchnahme der Angebote zusätzlich unterstützt werden.

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Weitere Hilfsangebote im Neubrandenburger Umland

Auch außerhalb Neubrandenburgs gibt es immer mehr Plattformen, über die der soziale Zusammenhalt in schwierigen Tagen gestärkt werden soll. In Burg Stargard gründete AfD-Stadtvertreter Andreas Rösler nach eigenen Angaben schon zu Beginn der Einschränkungen die Facebook-Gruppe „Corona Hilfe Burg Stargard“. Diese umfasst bereits über 60 Mitglieder. Das Echo der potenziell Hilfsbedürftigen blieb aber verhalten. „Burg Stargard ist sehr familiär geprägt, dadurch wird bereits viel abgedeckt“, erklärt Rösler. In Friedland startete ebenfalls diese Woche eine neue Hilfsaktion. Unter 0172 9963676 oder via Mail an friedland-hilf@web.de kann der Besorgungszettel durchgegeben werden. Hinter der Aktion steht Jungunioner Lukas Nantke, der so die bundesweit agierende Initiative „Einkaufshelden“ der CDU-Nachwuchsorganisation auch in seiner Stadt anbietet.

 

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