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Neubrandenburger drängen ins Fernsehen

Karsten Nix und seine Rethra-Feuertruppe (Archiv)

Im Fernsehen werden ständig Millionäre, Supertalente, große Stimmen, coole Cops und Traumpaare gesucht. Auch Neubrandenburger beteiligen sich. Und die Liste wird immer länger.

Vielleicht kommt das nächste Supertalent aus Neubrandenburg. Denn die Feuerartisten
Karsten Nix und Marie Kannemann von Rethra-Entertainment sind eine Runde weitergekommen in der Castingshow von RTL. Die Juroren Dieter Bohlen, Lena Gercke, Bruce Darnell und Guido Maria Kretschmer zeigten sich beeindruckt von der Feuershow der beiden Neubrandenburger, die nicht das erste Mal dabei sind.

Beim Supertalent mitzumachen, sei auch eine Art Bewährungsprobe. „Wir wollten schauen, wie das ankommt. Beim letzten Mal sind wir ja mit neun Leuten angetreten“, sagt Karsten Nix. Umso mehr freut er sich, dass es auch zu zweit geklappt hat. Wie es mit den beiden Talenten weitergeht, wird sich in den Live-Shows zeigen, die Ende November ausgestrahlt werden. Ganz gleich, wie es ausgeht, das Mitmachen bei Castingshows würde sich lohnen, sagt Nix. Die Fernsehauftritte hätten den Bekanntheitsgrad der Rethra-Gruppe deutlich erhöht, in der Region und auch bundesweit. 

Marshalls Popularität stieg kometenhaft

Davon kann auch Marcel Beuter ein Lied singen. Dass der Neubrandenburger in der Castingshow „The Voice of Germany“ landete, war aber keine Vermarktungsstrategie. Marshall verlor eine Pokerrunde. Der Einsatz war die Teilnahme bei einer Castingshow. Ein Unbekannter war er in Neubrandenburg vor den TV-Auftritten nicht, seine Popularität ist aber kometenhaft gestiegen. „Natürlich kann ich jetzt auch höhere Gagen aushandeln“, gibt Marshall offen zu. Die gerade angelaufene dritte Staffel will er sich entspannt vom Sofa aus anschauen. Wie die Rethra-Crew erneut anzutreten, kann er sich nicht vorstellen. „Es war schön, hat Spaß gemacht. Ich wollte ja auch nicht gewinnen“, sagt der Vollblutmusiker. „The Voice of Germany“ sei auch das einzige Format, was er anderen Musikern empfehlen kann. „Da wirst du als Künstler behandelt. Es ist nicht so reißerisch wie beispielsweise DSDS“. Als gereifter Sänger vor das Millionenpublikum zu treten, sei ein Vorteil gewesen. Dass es jetzt auch das gleiche Format mit Kindern gibt, findet Marshall kritisch, denn mit einem Rauswurf müsse man umgehen können.

"Ich stand kurz vor der Ohnmacht"

Sehr viele Reaktionen für ihren TV-Auftritt bei „Wer wird Millionär“ bekam auch Anne Hahn. Knapp 6,4Millionen Menschen sahen den unbekümmerten Auftritt der damals 25-jährigen Neubrandenburgerin. Die Auswahlfrage nach den Vorwahlnummern deutscher Großstädte meisterte sie zwar noch in unglaublichen 2,3 Sekunden. Danach allerdings zeigte sie Nerven. Sie schloss Gräten als Ausstattungsmerkmal von Hunden nicht aus und konnte sich nicht daran erinnern, dass ein Stürmer auf dem Fußballplatz fürs Toreschießen verantwortlich ist. „Sie haben mal wieder keine Ahnung“, meinte Moderator Günther Jauch  mehrmals mit einem Lächeln. „Ich stand die ganze Zeit kurz vor einer Ohnmacht“, gestand Anne Hahn in einem Gespräch mit dem Nordkurier.

Zu gewinnen gab es für zwei andere Fernsehpromis aus der Viertorestadt hingegen nichts. Die Polizisten Dirk Thierbach und Torsten Leins ließen sich bei ihren Streifenfahrten durch Neubrandenburg von einem Fernsehteam begleiten. Ein Produktionsteam fragte 2009 bei der Neubrandenburger Polizei an, die  Polizeihauptkommissar Dirk Thierbach für den Job aussuchte. Thierbach wiederum suchte sich Torsten Leins als Partner aus. Nach ihrem Auftritt in der Serie „Achtung Kontrolle“ folgten neun Episoden in der Serie „Mein Revier“.