WIRTSCHAFT

Neubrandenburger Fitness-Chef schreibt Wutbrief an Schwesig

Warum die Fitness-Studios immer noch geschlossen sind, versteht Frank Werner nicht. Deshalb hat er sich an Manuela Schwesig gewandt (SPD). Kann er auf eine Wiedereröffnung hoffen?
Frank Werner muss seit acht Wochen auf Kunden in seinem Fitnessstudio im Datzecenter verzichten. Der MV-Plan sagt, dass dies n
Frank Werner muss seit acht Wochen auf Kunden in seinem Fitnessstudio im Datzecenter verzichten. Der MV-Plan sagt, dass dies noch vier Wochen so bleiben soll. Doch es zeigen sich Tendenzen, dass dies schon früher der Fall sein kann. Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

Frank Werner aus Neubrandenburg hat seinem Ärger jetzt Luft gemacht! Der 60-jährige Chef des Fitnessstudios im Datzecenter versteht einfach nicht, warum seine Branche weiterhin geschlossen bleiben muss. Ein offener Brief an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) könnte Erfolg haben.

Monatliche Kosten von 25.000 Euro

Die Studios dürfen Stand jetzt Mitte Juni öffnen. „Im MV-Plan steht der 15. Juni, aber unter Vorbehalt“, sagt Frank Werner. Das sind noch mehr als vier Wochen, bei einer bisherigen Zwangsschließung von nunmehr acht Wochen. Das ärgert den Mann maßlos. „Weil Fitnessstudios eben keine Lobby haben“, meint er. Während in Nordrhein-Westfalen Studios öffnen durften, steht Mecklenburg-Vorpommern hinten an.

Pro Monat muss Frank Werner nach eigenen Angaben 25 000 Euro aufbringen, um allen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Soforthilfe habe er beantragt, seinen Mitarbeitern gekündigt, weil er nicht wisse, wohin die Reise geht und wie lange diese dauert. Die Entscheidung, Fitnessstudios weiter geschlossen zu lassen, „lässt nicht nur mich, sondern eine Vielzahl von Betreibern in ganz Mecklenburg-Vorpommern daran zweifeln, ob es überhaupt möglich sein wird, unsere Unternehmen wie vor der Schließung weiterzuführen“, schreibt er in dem offenen Brief.

Schwesig soll der Brief per Einschreiben erreicht haben. Es ist laut Frank Werner nicht mehr glaubhaft zu begründen, weshalb Fitnessstudios weiterhin nicht öffnen und daher auch nicht zur Gesunderhaltung der Menschen im Land beitragen dürften. Für sein Fitnessstudio erklärt er, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten werden könnten, Mindestabstände gar von fünf Metern möglich seien.

Niedergang einer ganzen Branche?

In seinen Augen verantwortet die Landesregierung mit ihrer Entscheidung den Niedergang einer ganzen Branche in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahl der Neuinfektionen im Land sei auf einem sehr niedrigen Level. In anderen Bundesländern liege sie höher, und dort sind Fitnessstudios geöffnet. Der Unternehmer fordert, dass er ab Montag sein Studio wieder aufmachen darf.

Aus Schwerin kommen hierzu immerhin keine abwehrenden Antworten. Sie lassen gar Grund zur Hoffnung zu, auch für diejenigen, die am Freitag vor dem Schweriner Schloss für eine Wiedereröffnung der Fitnessstudios demonstriert haben. Allein, der 18. Mai scheint noch nicht realistisch. „Die Ministerpräsidentin begrüßt sehr, dass die Branche sich bereits eigene Gedanken über Sicherheitsstandards macht. Sie hat den Demonstranten zugesagt, dass am Sonnabend bei einem Treffen der Landesregierung mit den Landräten und den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte darüber beraten wird, ob die Öffnung der Fitnesscenter vorgezogen werden kann“, antwortet Schwesigs Sprecher Andreas Timm.

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Kommentare (6)

Was sollen die Frauen machen die kleine Kinder haben? Was ist mit den Kindern die nur alle 2 Tage zur Schule gehen dürfen? Wenn für die ne Lösung da ist, dann dürfen auch Sie wieder aufmachen Herr Werner !!

Das Menetekel des Niedergangs einer Branche - hier der MV-Fitnesstudios - ist eher ein Krümel in der einsetzenden Corona-Katastrophe. Derweil es Mitbürger gibt, denen eine herbeigeredete Klimakatastrophe wichtiger ist. Die Klimakatastrophe soll nach derzeitigem Stand mit dem Ansteigen des Meeresspiegels um 58 Zentimeter im Jahr 2100 kommen (Institut für Klimafolgenforschung Potsdam in der FAZ). Nun müssten noch gutausgebildete Mathematiker herausfinden, welche Katastrophe eher eintritt und welche man zuerst angehen sollte.

58 cm?
Wir werden alle sterben!

... sei nicht wie Frank.

der „versteht“ nicht.

Und die Strandläufer so:
Augen zu - Kopf runter - wo ist der Sand?

Es kriegen nun mal nicht alle die dicke Staatsknete

sind so überflüssig wie ein Kropf! Wird keiner vermissen. Fahrt Rad, rudert, lauft im Wald! Billiger und gesünder.