AUTOUNFALL

Neubrandenburger geht gegen Urteil wegen fahrlässiger Tötung vor

Der Mann wendete auf einer Landstraße bei Neubrandenburg und tötete dabei einen Motorradfahrer. Er war dafür zu mehr als zwei Jahren verurteilt worden.
dpa
Bei einem schweren Unfall auf der Landesstraße 35 nördlich von Neubrandenburg starb im Juli 2019 ein Motorradfahrer
Bei einem schweren Unfall auf der Landesstraße 35 nördlich von Neubrandenburg starb im Juli 2019 ein Motorradfahrer. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Das Urteil gegen einen Mann, der bei Neubrandenburg ohne Fahrerlaubnis Auto gefahren ist und dabei einen tödlichen Unfall mit einem Motorradfahrer verursacht hat, wird voraussichtlich noch einmal überprüft. Wie eine Sprecherin des Amtsgerichts Neubrandenburg am Mittwoch sagte, hat der 37-Jährige Rechtsmittel gegen die Verurteilung eingelegt.

Mehrere Vorstrafen

Das Amtsgericht hatte den mehrfach einschlägig vorbestraften Mann wegen fahrlässiger Tötung am 12. Oktober zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten ohne Bewährung verurteilt. Der Verurteilte hatte zuvor gestanden, im Juli 2019 nördlich von Neubrandenburg einen Unfall verschuldet zu haben, bei dem ein 52 Jahre alter Motorradfahrer gestorben war.

„Wenn Sie sich an das gehalten hätten, was der Gesetzgeber vorsieht, wäre das nicht passiert“, sagte Richterin Tanja Krüske in der Urteilsbegründung. Der Verurteilte, der noch nie eine Fahrerlaubnis besessen hat und eine Bewährung verbüßte, hatte sich mit einer Freundin ein Auto ausgeliehen, um damit nach Polen zum Einkaufen zu fahren. Als der Mann, an der Abfahrt zur Autobahn 20 vorbeigefahren war, hatte er auf einem Feldweg gewendet und war wieder auf die Landestraße 35 aufgefahren. Dabei stieß er mit dem Kradfahrer zusammen, der Vorfahrt hatte und ungebremst gegen das auffahrende Auto prallte.

Mit dem Urteil war das Gericht der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung hatte trotz der Vorstrafen auf eine Bewährungsstrafe für ihren Mandanten plädiert.

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Kommentare (1)

Schon in Bewährung und dann ohne Fahrerlaubnis. Da sind die 2 Jahre viel zu milde es müssten 10-20 Jahre sein. Ohne Fahrerlaubnis nahm er die TÖTUNG VON unbeteiligten Willens in Kauf.