MESSERSTECHEREI

Neubrandenburger Gericht mildert Urteil gegen Syrer

Dem Angeklagten im Messerstecher-Prozess sind sechs Monate erlassen worden. Mohammad B. hat offenbar nicht am Pferdemarkt in Neubrandenburg zugeschlagen.
Paulina Jasmer Paulina Jasmer
Die Polizei nach der Tat am Ort des Geschehens
Die Polizei nach der Tat am Ort des Geschehens Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

In der Berufungsverhandlung wegen einer blutigen Auseinandersetzung unweit des Neubrandenburger Pferdemarktes hat das Landgericht Neubrandenburg ein Urteil des Amtsgerichts gegen einen Mann aus Syrien abgeschwächt. Statt zwei Jahre gab es nun ein Jahr und sechs Monate für eine Tat, die sich am 21. Februar 2017 in Neubrandenburg ereignet hatte. Der Haftbefehl bleibt indes bestehen.

Richter Patrick Schwantes sagte in seiner Urteilsbegründung im Berufungsverfahren gegen Mohammad B.: „Ich kann nicht tolerieren, dass dies unter den Augen von Passanten, an einem öffentlichen Ort, an Neubrandenburgs wohl prominentester Kreuzung passiert ist.“

Der Fall hatte insgesamt 17 Monaten die Justiz beschäftigt. Der heute 26-jährige Syrer war in der Vergangenheit den Behörden gleich mehrmals wegen Gesetzesverstößen aufgefallen. Im vergangenen März hatte er sich in einigen Fällen auch verantworten müssen. Doch besonders die Messerstecherei vom Pferdemarkt am 21. Februar 2017 ist vielen im Gedächtnis geblieben. Der Syrer war damals durch ein Messer verletzt worden, hatte sich in ein Auto gerettet und war von den Insassen ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Verletzte selbst war aber mit einem Teleskopschlagstock unterwegs und soll zuerst auf drei Menschen eingeschlagen haben, bevor er mit dem Messer verletzt worden war. Allein wegen dieser Tat hatte er vom Neubrandenburger Amtsgericht zwei Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung aufgebrummt bekommen. Diese Strafe hielt sein Pflichtverteidiger jedoch für nicht angemessen und hatte Berufung eingelegt. Während des ersten Verhandlungstages hatte es dann einige Überraschungen gegeben: Plötzlich beteuerten einige Zeugen, dass der erste direkte Angriff vom Messerstecher ausgegangen sein soll – unter anderem der mutmaßliche Messerstecher selbst.

Angeklagter hatte die Konfrontation gesucht

Die vom Amtsgericht im vergangenen März festgestellte Schuld, dass Mohammad B. als Erster zugeschlagen haben soll, konnte das Landgericht also nicht bestätigen. Damit folgte es teilweise der Forderung des Pflichtverteidigers, der eine mildere Strafe erzielen wollte. Von einem Freispruch könne keine Rede sein, räumte der Rechtsanwalt indes ein. Immerhin sei sein Mandant mit einer Waffe zum Treffen gegangen. Allerdings sei die dem Angeklagten vorgeworfene Tat „aus der Mitte heraus“ entstanden und könne nicht losgelöst betrachtet werden. Hinzu komme der Drogen- und Alkoholeinfluss. Er forderte ein Jahr für die Tat.

Die Staatsanwaltschaft sprach sich weiterhin für zwei Jahre aus, immerhin habe der Angeklagte die Konfrontation gesucht. Auch andere Zeugen wiederum hatten davon gesprochen, dass dieser angefangen hatte.

Durch die jetzigen Zeugenaussagen sei nun davon auszugehen, dass Mohammad B. zwar zuerst zum Schlagstock gegriffen, sein Gegenüber ihn aber schneller mit dem Messer verletzt hatte. Die Konfrontation sei von beiden ausgegangen.

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Kommentare (6)

Schade das er nicht wegen guter Integration abgeschoben wird. Solch Pack müssen wir mit ernähren im Knast und andere , die sich voll integrier.en und arbeiten werden abgeschoben! Irgendwer hat da in Berlin die rosa Brille auf.

... jeden Tag mindestens einen Hasskommentar von Ihnen im Netz zu begegnen.

sonst ist es langweilig

Das Hauptproblem sind nicht diese ;;Zuwanderung;; - es is das pol. System mit seinem Kanzler und die Dūmmlinge welche es immer wieder waehlen - - Welt weit gibt es genuegend Beispiel wie Zuwanderung funktionieren kann - nur D packts wieder mal nicht - ear auch abzusehen - Kanzlerproblem

Das Hauptproblem sind nicht diese ;;Zuwanderung;; - es is das pol. System mit seinem Kanzler und die Dūmmlinge welche es immer wieder waehlen - - Welt weit gibt es genuegend Beispiel wie Zuwanderung funktionieren kann - nur D packts wieder mal nicht - ear auch abzusehen - Kanzlerproblem

Das erspart uns Steuerzahlern ein halbes Jahr Knastkosten und dann sofort in seinen Kulturkreis abschieben!