ANBAU ODER NEUBAU?

Neubrandenburger Grundschule steht auf dem Prüfstand

Die Grundschule in der Neubrandenburger Südstadt platzt aus allen Nähten. Schulleiter und Lehrer wünschen sich mehr Platz für den Unterricht – aber auch für mehr Kinder.
Die Grundschule Süd in Neubrandenburg platzt aus allen Nähten. Dort soll nun Abhilfe geschafft werden.
Die Grundschule Süd in Neubrandenburg platzt aus allen Nähten. Dort soll nun Abhilfe geschafft werden. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

In Sachen Grundschule Süd will die Stadt Neubrandenburg ordentlich auf die Tube drücken: Schon im kommenden Jahr soll die zunächst wohl wichtigste Entscheidung fallen – ob es in der Südstadt eine Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes in der Seelenbinderstraße oder gar einen Neubau geben soll. Dass diese Entscheidung gleich zu Beginn 2020 auf dem Plan stehe, stellte Dirk Schwabe, Leiter des Eigenbetriebes Immobilienmanagement, während der jüngsten Sitzung des städtischen Betriebsausschusses in Aussicht.

Ohne Förderung geht’s nicht

Im Zuge dieser Sitzung erläuterte er den Investitionsplan des Eigenbetriebes, der sich nicht nur auf das kommende Jahr bezog, sondern auch längerfristige Projekte und Vorhaben umfasste – also auch die Jahre 2021, 2022 und 2023. Für die Grundschule Süd sind fürs nächste Jahr 20. 000 Euro an Ausgaben veranschlagt. „Die Architektenleistung soll ausgeschrieben werden“, so Schwabe. Für 2021 sind 940.000 Euro angedacht, 2022 eine Million Euro, und 2023 sind es gar 4,5 Millionen Euro.

Große Summen, die Schwabe aber richtig eingeordnet wissen möchte: Es handele sich um Geld aus dem städtischen Haushalt, das die Stadt natürlich so nicht aufbringen könne, aber die Kalkulation musste so erst mal ohne Fördermittel aufgestellt werden. Diese seien aber natürlich zwingend notwendig und sollen schon ab 2020 akquiriert werden. Dass dieses Vorhaben gute Chancen hat, gefördert zu werden, davon zeigte sich Schwabe überzeugt. Er betonte aber auch gleichzeitig, dass die Stadt momentan viele Baustellen habe: In der vergangenen Woche war Baubeginn in der Traberallee für die Regionalschule Nord.

Schulleiter wünscht sich einen Neubau

Für Schulleiter Jörg Borchert sind das in jedem Fall gute Nachrichten. Je schneller sich etwas ändert, desto besser. Auf Nordkurier-Nachfrage betonte er, dass nach seiner Auffassung ein Neubau wünschenswert wäre. Denn das Gebäude ist eben kein Neubau, obwohl dies viele Leute vermuteten. „Das Haus ist 1967 gebaut worden. Im Jahr 2000 gab es neue Fenster und eine neue Dämmung“, erklärte er. Die Räume würden nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen: Inklusion, Fachunterricht in ausgestatteten Räumen – „alles nicht möglich“, zählte er auf. Die Kapazitäten seien seit Jahren erschöpft und würden dies auch in der Zukunft sein. Für das kommende Schuljahr gebe es 81 Plätze für Schulanfänger, es liegen aber 120 Anmeldungen vor. Momentan lernen 306 Schüler an der Schule.

Die Entwicklung der Schülerzahlen hat auch Schwabe im Blick. Immerhin liegt nun der Variantenvergleich vor – sowohl ein Anbau als auch ein Neubau sind untersucht worden. Dafür waren 50 000 Euro eingestellt worden. „Diesen Wirtschaftsvergleich prüfen wir zurzeit“, so Schwabe. Das Ergebnis soll demnächst vorgestellt werden.

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage