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Neubrandenburger können Ideen für Brachflächen einbringen

Die Mitarbeiter des Stadtteilbüros Oststadt möchten den ehemaligen Standort der Regionalen Schule Ost am Juri-Gagarin-Ring optisch aufwerten.
Die Mitarbeiter des Stadtteilbüros Oststadt möchten den ehemaligen Standort der Regionalen Schule Ost am Juri-Gagarin-Ring optisch aufwerten.
Danilo Vitense

Was tun mit den brachliegenden Grünflächen in Neubrandenburg? Ein Konzept hat die Stadt nicht, aber sie zeigt sich offen für Anregungen aller Art. Und die gibt es an einigen Stellen auch schon zu sehen.

„Es ist nicht schön, Flächen so verwildert zu sehen“, sagen Stefan Vosse und Jacqueline Räpke vom Stadtteilbüro in der Neubrandenburger Oststadt. Sie denken da zum Beispiel an den Platz hinter dem Sparkassenhaus, der früher die Regionale Schule Ost beherbergte. Lediglich ein Trampelpfad durchbricht dort den Wildwuchs.

„Leider nicht der einzige Ort im Quartier, der derzeit brachliegt“, berichtet Vosse. Ihn fällt noch das Areal zwischen Sportplatz und Europaschule in der Robert-Koch-Straße ein. Und auch die Steinwiese zwischen Neuem Friedhof und Birkengrund hinter der Otto-Lilienthal-Straße verdiene etwas mehr Aufmerksamkeit. Schließlich sei es für die Oststädter ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Bänke sind ein Anfang

Bereits vor gut vier Jahren hatten das vier Schülerinnen erkannt und sich darum gekümmert, die Wiese etwas schöner zu gestalten. Sie stellten bunte Bänke auf und schafften damit das, was dem Terrain bis dahin fehlte: ausreichend Sitzmöglichkeiten. Unterstützung bekamen sie damals von der Mobilen Jugendarbeit der Caritas.

So oder so ähnlich stellen sich das nun auch die Mitarbeiter des Stadtteilbüros vor. „Unser Ziel ist es, diese Grünflächen aus ihrem Dornröschenschlaf zu befreien“, so Vosse. Den Anfang haben sie gemacht und sich vor einigen Tagen mit Mitarbeiter Jan Brauns getroffen, der im Eigenbetrieb Immobilienmanagement für die Grünflächen der Stadt Neubrandenburg verantwortlich ist. Es sollte diskutiert werden, was mit besagten Flächen zukünftig geschieht.

Stadt nimmt Vorschläge entgegen

Jetzt liegt es an Stefan Vosse und seinem Team, Ideen zu sammeln und ein Konzept zu entwickeln. Denn damit kann das Rathaus, das dem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen ist, nicht dienen, wie auf Nachfrage zu erfahren ist. „Generell gibt es kein Konzept für die Zwischennutzung brachliegender Flächen. Die Stadt nimmt aber gerne Vorschläge entgegen, sofern sie sich umsetzen lassen“, erklärt die Sprecherin. Natürlich müsse geprüft werden, inwiefern das Gelände städtebaulich beplant ist, ob es als ein städtebauliches Entwicklungsgebiet eingestuft ist. Auf den einstigen Schulhof hinter der Sparkasse am Juri-Gagarin-Ring trifft das zu. Deshalb darf die Stadtplanung in diesem Fall nicht außen vorgelassen werden.

Was nun genau auf der Freifläche verwirklicht werden soll, steht jedoch bisher in den Sternen. Eine Idee geht in Richtung Gemeinschaftsgarten, im Sinne einer ökologischen Zwischennutzung. Doch bei einem Vorschlag will es das Stadtteilbüro nicht belassen. Stefan Vosse und Jacqueline Räpke möchten deshalb in den kommenden Wochen verstärkt für das Projekt werben und das direkte Gespräch mit den Einwohnern suchen.

Ein Beispiel, wohin die Reise hingehen könnte, ist im Reitbahnweg hinter der Arbeitsagentur zu sehen. Im vergangenen Jahr hat sich die Stadtteilinitiative Nordstadt der Wiesenbrache an der Passage angenommen. Dort sind drei Hochbeete als kleiner Bürgergarten aufgestellt und mit Unterstützung einer Spende 2500 Blumenzwiebeln gepflanzt worden. Die Stadt spendierte mehrere Sträucher und eine Esskastanie. Auch ein Blick in den „Carigarten“ am Pferdemarkt lohnt sich. Mit Hilfe der Mobilen Jugendarbeit der Caritas wurde die Hangfläche zu einem kleinen öffentlichen Garten mit artenreicher Bepflanzung.

Stadtteilbüro Neubrandenburger Oststadt

Stefan Vosse und Jacqueline Räpke
Juri-Gagarin-Ring 2
17036 Neubrandenburg
Telefon: 0395 77824688
Mail: stadtteilbuero-oststadt@hs-nb.de

Kommentare (2)

Einfach die Natur machen lassen und ein paar Bänke drumrum zum Zuschauen und genießen.

Da der Großteil der Brache für Bebauung städtebaulich beplant ist, sind hochgesteckte Ideen und Vorhaben des Volkes zur Zwischennutzung sinnfrei und schaffen allergrößte Enttäuschung, wenn der ökologischen Initiative Gebäude folgen.