CORONAVIRUS

Neubrandenburger Krippenkinder in Quarantäne

In einer großen Kindertagesstätte sind diese Woche die ersten Kinder und Erzieher in die Quarantäne geschickt worden. Bislang konnte die komplette Schließung aber verhindert werden.
Trotz positiv getetsteter Erzieher und Kindern in Quarantäne bleibt die Neubrandenburger Kita „Am Oberbach” g
Trotz positiv getetsteter Erzieher und Kindern in Quarantäne bleibt die Neubrandenburger Kita „Am Oberbach” geöffnet. Tim Prahle
Neubrandenburg.

Insgesamt 16 Kinder und drei Erzieher der Neubrandenburger Kita „Am Oberbach” sind diese Woche in Quarantäne geschickt worden. Das bestätigten dem Nordkurier sowohl der Landkreis als auch der Träger der Einrichtung, die Jugend- und Sozialwerk gGmbH. „Am heutigen Freitag ist die dritte Erzieherin positiv auf das Corona-Virus getestet worden”, sagte der zuständige Regionalbüroleiter René Boldt.

Dritte Erzieherin positiv auf Coronavirus getestet

Wahrscheinlich komme im Laufe des Tages eine weitere Kindergruppe dazu, die in Quarantäne muss, mutmaßte er. „Wir gehen da sehr offen mit um und wir haben das Glück, dass die Eltern alle sehr verständnisvoll sind”, sagte Boldt, der hofft, dass nicht noch mehr positiv getestet werden. Einige lassen ihre Kinder auch ohne behördliche Anordnung vorsorglich zu Hause.

Mehr lesen: Seenplatte-Landrat plant strengere Corona-Verfügung

Die betroffenen Kinder stammen bislang alle aus dem Krippenbereich, insgesamt werden in der Einrichtung über 300 Kinder in Hort, Krippe und Kindergarten von 35 Erzieherinnen und Erziehern betreut.

Mehr als nur Beherbungsverbot

Dass die Kita im Gegensatz zur Integrierten Gesamtschule (IGS) „Vier Tore” nicht komplett zugemacht werden musste, liegt laut dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an der gesicherten Kontaktverfolgung. „Für die Schule konnte unmittelbar vor dem Wiederbeginn des Unterrichts nach den Ferien die Kontaktsuche, also die so genannte Nachverfolgung, nicht abgeschlossen werden”, schreibt die Gesundheitsbehörde. Aktuell geht der Kreis davon aus, dass die IGS am Montag wieder öffnen kann.

René Boldt und die Mitarbeiter der Kita hoffen nun, dass in etwa 14 Tagen wieder die Normalität zurückkehrt. „Das ist natürlich ein frommer Wunsch”, sagte er. Aber Angst sei ohnehin der falsche Berater. Wenn sich die Lage weiterhin verschlimmert, wünscht sich Boldt von der Landesregierung aber mehr als nur ein Beherbungsverbot für Gäste. „Wir und die Eltern stehen hier an der Basis. Da brauchen wir dann die Unterstützung vom Land.”

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Kommentare (2)

Was soll jetzt kommen? Eine Maßnahme pauschal für 5.470,35 km2 ? Es geht doch sicher auch etwas präziser.

Unterstützung vom Land? ... auf einmal