Wenn Porto spielt, dann feiern große und kleine Fans mit.
Wenn Porto spielt, dann feiern große und kleine Fans mit. Henning Stallmeyer
Der Güterbahnhof platzte am Samstagabend aus allen Nähten.
Der Güterbahnhof platzte am Samstagabend aus allen Nähten. Henning Stallmeyer
40 Jahre und noch immer nicht genug: Detlef Ehrenberg (vorne am Mikro) genießt die Zeit mit dem Publikum.
40 Jahre und noch immer nicht genug: Detlef Ehrenberg (vorne am Mikro) genießt die Zeit mit dem Publikum. Henning Stallmeyer
Mit dem Güterbahnhof habe man sich schon geeinigt, so Bandleader Ehrenberg. Einmal im Jahr wolle man in nächster Zei
Mit dem Güterbahnhof habe man sich schon geeinigt, so Bandleader Ehrenberg. Einmal im Jahr wolle man in nächster Zeit an selber Stelle auftreten. Henning Stallmeyer
„Wir blicken nur nach vorn”, sagt Bandleader Ehrenberg. Auch nach 40 Jahren hat die Kultband Porto noch nicht genu
„Wir blicken nur nach vorn”, sagt Bandleader Ehrenberg. Auch nach 40 Jahren hat die Kultband Porto noch nicht genug. Henning Stallmeyer
Eigentlich wollte Thomas Hönig alias „Schnuffel“ (links) mit Ehrenberg & Co. letztmalig auf der Bühn
Eigentlich wollte Thomas Hönig alias „Schnuffel“ (links) mit Ehrenberg & Co. letztmalig auf der Bühne stehen, aber das musste aus traurigem Anlass vertagt werden. ZVG/Porto
Rockmusik

Neubrandenburger Kult-Band feiert 40. Geburtstag vor vollem Haus

Mehr als 400 Menschen feierten und tanzten zum Jubiläum, da muss der Ruhestand warten. Einer will zwar aufhören, doch sein letzter Auftritt fiel vorerst aus traurigen Gründen aus.
Neubrandenburg

Selten hat man eine so gut gelaunte Menschenschlange bei 8 Grad Außentemperatur gesehen. Doch wenn die Neubrandenburger Kult-Band Porto zum Geburtstagskonzert in den Güterbahnhof einlädt, dann kommen sie alle. Mehr als 400 Karten waren im Vorverkauf abgesetzt worden, am Ende platzte der Güterbahnhof aus allen Nähten. „Wir sind total glücklich und überrascht, euch hier alle zu sehen“, zeigte sich Bandleader Detlef Ehrenberg am Mikrofon überwältigt.

Ein Abend unter Freunden

Es sollte ein Abend unter Freunden werden, das zeigte sich schon im Publikum. Viele der Fans kannten die Band noch aus den Anfangstagen, als die Ur-Mitglieder vor 40 Jahren das erste Mal auf die Bühne stiegen. „Detlef und Bodo kannte ich noch aus der Schule. Mit denen konnte man super Mädels kennenlernen im Zeltlager“, erinnerte sich ein Schulfreund im Publikum lachend zurück.

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In 40 Jahren Bandgeschichte ist so einiges passiert, und dass nicht nur in den engen Grenzen der größten DDR aller Zeiten. Bei Konzerten im benachbarten Polen waren auch Carola und ihr Mann Bernd Reinemann häufig dabei. „Wir sind denen früher immer hinterhergefahren“, schwelgte Carola in Erinnerungen. Diesmal genossen beide die kurze Anreise. Was Porto für sie ausmacht? „Einfach tolle Musik zum Tanzen“, sagten beiden. Wobei es Ihnen am Samstagabend weniger um die Musik als um das Publikum ging. „An solchen Abenden trifft man Bekannte und Freunde, die man sonst nicht sieht. Das ist ein großes Klassentreffen“, fand Bernd Reinemann.

Ein Abschied war geplant, fiel aber aus

Ein ganz besonderer Abend hätte es auch für den langjährigen Gitarristen „Schnuffel“ werden sollen. Nach 27 Jahren in der Band sollte es sein Abschiedsauftritt werden. Aus gesundheitlichen Gründen wollte er kürzertreten. Doch am Abend vor dem Geburtstagskonzert starb Schnuffels Ersatzmutter. „Er war nicht in der Lage zu spielen. Wir sind alle bei ihm“, sagte Detlef Ehrenberg traurig. Ob das Porto-Kapitel für Schnuffel alias Thomas Hönig damit zu Ende ist, steht nun noch nicht fest.

Jedes Jahr ein Güterbahnhof-Konzert

Am Ende ist auch Porto selbst noch nicht. Obwohl einige Fans im Vorfeld munkelten, ob der 40-jährige Geburtstag nicht ein Abschied für immer sein könnte. „Ganz im Gegenteil“, versicherte Porto-Urgestein Detlef Ehrenberg, „Wir haben noch viel vor und gucken nur nach vorne.“ Gerade dieses Konzert am Samstag habe ihn darin bestärkt. Mit dem Güterbahnhof hat man sich schon verständigt, nun einmal im Jahr eine große Sause zu feiern.

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