Ein Mann steht vor dem Neubrandenburger Landgericht; ihm wird Totschlag vorgeworfen − am Dienstag könnte der Prozes
Ein Mann steht vor dem Neubrandenburger Landgericht; ihm wird Totschlag vorgeworfen − am Dienstag könnte der Prozess sein Ende finden. Tobias Lemke
Ehefrau erstickt

Neubrandenburger Landgericht will Totschlagsprozess abschließen

Ein Mann steht vor dem Neubrandenburger Landgericht; ihm wird Totschlag vorgeworfen. Er soll versucht haben, mit einer Hausexplosion den Tod seiner Frau zu verschleiern.
dpa
Neubrandenburg

Am Landgericht Neubrandenburg wird am Dienstag der Prozess wegen Totschlags gegen einen Mann aus Priborn (Mecklenburgische Seenplatte) fortgesetzt. Die Kammer will - nicht öffentlich - zuerst zwei Gutachter zu dem Fall hören. Danach sollen die Plädoyers gehalten und, wenn möglich, das Verfahren auch abgeschlossen werden. Das sei aber nicht sicher, wie eine Gerichtssprecherin im Vorfeld sagte.

+++Hausexplosion – Mann soll seine Frau getötet haben+++

Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2021 im Einfamilienhaus des Paares. Der Ex-Handwerker soll seine 65 Jahre alte Frau laut Anklage im Schlafzimmer erstickt haben. Anschließend habe er sich ins Bett neben sie gelegt und mit einer Kerze eine Gasflasche zur Explosion gebracht. Ein Fenster wurde herausgerissen. Der Mann erlitt schwere Verbrennungen, überlebte aber. Nach einem längeren Klinikaufenthalt kam er in U-Haft.

Da im Prozess auch eine dauerhafte Einweisung des Angeklagten in ein Psychiatrie-Krankenhaus diskutiert wird, war die Öffentlichkeit kurz nach Beginn ausgeschlossen worden. Das Urteil soll öffentlich verkündet werden. Das Motiv für den gewaltsamen Tod der Frau war laut Staatsanwaltschaft bis zuletzt unklar und sollte im Verfahren geklärt werden.

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