BISS-ATTACKEN

Neubrandenburger Problem-Rottweiler ins Tierheim gebracht

Nach einem Angriff auf einen kleinen Hund sind zwei Rottweiler jetzt von der Stadt sichergestellt worden. Die Vierbeiner kamen ins Tierheim – zur Gefahrenabwehr.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Rottweiler sind große Hunde, sie sind in Mecklenburg-Vorpommern aber nicht als gefährlich eingestuft. Die beiden Ne
Rottweiler sind große Hunde, sie sind in Mecklenburg-Vorpommern aber nicht als gefährlich eingestuft. Die beiden Neubrandenburger Rottweiler hätten wie dieser auf dem Bild einen Maulkorb tragen müssen. Philipp Schulze
Neubrandenburg.

Nach Bekanntwerden eines neuen Zwischenfalls hat die Stadt zwei Problem-Rottweiler aus dem Neubrandenburger Katharinenviertel in Obhut genommen. Die beiden Hunde seien am Dienstag sichergestellt und ins Tierheim gebracht worden, teilte Rathaussprecherin Anett Seidel dem Nordkurier mit. Hintergrund der Sicherstellung sei eine bei der Stadtverwaltung eingegangene Anzeige zu einem Vorfall, über den der Nordkurier zuletzt berichtet hatte.

Eine Zeugin hatte geschildert, einer der Rottweiler, zunächst an der Leine, habe sich losgerissen und auf einen ebenfalls angeleinten Terrier gestürzt. Diesen soll er am Nacken gepackt und geschüttelt haben. Durch Schläge gelang es dem Besitzer des kleinen Hundes, diesen zum Ablassen zu bewegen. Daraufhin hatte der kräftige Mann seinen Hund auf den Arm genommen. Dann soll sich der zweite Rottweiler von der Leine losgerissen und den Hundebesitzer mehrmals angesprungen haben, wobei der Mann leichte Verletzungen davon getragen hat. Der Terrier musste einer teuren Notoperation unterzogen werden.

Es war nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Im Gegensatz zu den sonst anonym vorgetragenen Beschwerden und Hinweisen habe der der Geschädigte zu seiner Anzeige gestanden, hieß es aus dem Rathaus. „Aus diesem Grunde wurde entschieden, die Hunde sicherzustellen.” Weitere Gründe waren laut Stadt die Nichtbefolgung der Ordnungsverfügung mit der Anordnung des Leinenzwangs und auch das „renitente Verhalten” der Besitzerin. Dementsprechend sei die Sicherstellung im Rahmen der Gefahrenabwehr vollzogen worden.

Eine Nachbarin der Halterin hatte am Dienstag noch beim Nordkurier angerufen und sowohl Tiere als auch Halterin in Schutz genommen. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die beiden Hunde ein anderes Tier schwer verletzten würden, sagte die Frau. Wenn sie mit ihrem kleinen Hund vorbei gehe, würden die großen Hunde brav sitzen bleiben. Die Halterin sei zwar etwas zierlich, habe die Rottweiler aber gut im Griff.

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Kommentare (8)

Im Allgemeinen gilt die "Unschuldsvermutung" gegenüber dem Halter und den Tieren. Ich Urteile ungern, aber hier muss ich leider sagen, das die Unschuldsvermutung nicht mehr greift. Die 2 Hunde und die Halterin (?/!) kann man hier nicht mehr als Unschuldig benennen. Hier müssen 2 Dinge getan werden:

1. Die Halterin (/!) ist für die fahrlässigen Aktionen aufs härteste zu bestrafen!!!
2. Die Hunde, da sie nur die Befehle des Besitzers befolgen, sind neu zu schulen/ auszubilden. Die Kosten hierfür hat ausschließlich der Halte zu tragen. Folgekosten, durch vorhergehende Verletzungen usw. hat der ursprüngliche Besitzer/ Halter zu tragen.

Aber, da unsere Justiz ja einen Kuschelkurs fährt....

Wenn Ihr nix zu kritisieren habt, seit ihr wohl nicht glücklich wa?! Die Hunde kommen zurück, sonst gibt es mal ne Bestrafung aber richtig! Zu doll Echt!!

Was passiert denn genau, wenn die Hunde nicht zurück kommen? Von was für einer Bestrafung reden Sie denn? An wen würde sich die Bestrafung denn richten?

..absolut zu. Aber das alles bitte nicht in DIESEM Land!

So ein Blödsinn, die Hunde kommen zurück aber ganz fix Leute!!! Die beißen weder noch sind sie in irgendeiner Form gefährlich!

...sind es, die Waffen und Tiere in ihren Händen gefährlich machen!

... die Problem-Besitzer ins Gefängnis?

..hatte nur den falschen, bösartigen Besitzer!