BRANDSCHUTZ

Neubrandenburger Skatehalle könnte ab März wieder öffnen

Die Stadt Neubrandenburg stellt dem Skate-Verein eine vorerst eingeschränkte Nutzung in Aussicht. Vor den Mitgliedern steht jetzt allerdings eine Mammutaufgabe.
In nicht einmal vier Monaten entstanden in Eigenregie die bis zu 3,30 Meter hohen Rampen in der „Skate- und BMX Halle&rd
In nicht einmal vier Monaten entstanden in Eigenregie die bis zu 3,30 Meter hohen Rampen in der „Skate- und BMX Halle” in Neubrandenburg (hier bei der Eröffnung Ende Dezember 2018), die wegen eines fehlenden Brandschutzkonzeptes kurz vor dem Aus steht. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Die Sportler vom „Rollkollektiv 4 Tore“ können noch vor den Winterferien zurück in ihre „Skate & BMX Halle“ im Neubrandenburger Brauereiviertel. Nach über sechs Monaten Sperrung wegen eines fehlenden Brandschutzkonzeptes wurde die Halle in der Gerstenstraße am Mittwochnachmittag für eine vorläufige Nutzung entsiegelt, sagte Rathaussprecherin Anett Seidel dem Nordkurier. Eine sportliche Nutzung ist aktuell aber rechtlich noch nicht erlaubt, wie der Vereinsvorsitzende Danny Jahnke bei einer ersten Begehung der Halle nach vorläufiger Freigabe sagte. Bevor dies möglich ist, muss der Verein noch erste Brandschutzauflagen erfüllen. Dazu gehört der Einbau einer vernetzten Brandschutzanlage.

Nun muss geklärt werden, wie teuer das wird und wie schnell gegebenenfalls die notwendigen technischen Komponenten für den Einbau durch einen Fachmann besorgt werden können. Jahnke hofft, dass die Skatehalle ab dem 1. März wieder für eine sportliche Nutzung zur Verfügung steht. Vertreter des Vereins und der Unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt hatten sich am Dienstag zu einem Vor-Ort-Termin in der Halle getroffen und über mögliche Maßnahmen für eine Wiedereröffnung besprochen. Mittlerweile liegt auch das geforderte Brandschutzkonzept vor, wegen dessen Fehlen die Halle im Sommer versiegelt worden war.

Tüv muss Umbauten abnehmen

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte dem Nordkurier, ohne Brandschutzkonzept sei eine vorläufige Nutzung leider nicht möglich gewesen. "Ohne das geht es nicht." Er zeigte sich optimistisch, dass die Entsiegelung der Halle für die Vereinsmitglieder nun ein Signal ist, nach vorne zu schauen. Er will das Thema auch am Donnerstag in der Stadtvertretung ansprechen.

Mit der vorläufigen Nutzung soll das "Rollkollektiv" auch eine bessere Möglichkeit bekommen, die notwendigen weiteren Auflagen aus dem Brandschutzkonzept zu erfüllen, damit die Halle nach einer Abnahme vollständig freigegeben werden kann. Dafür hat der Verein laut Stadt drei Monate Zeit. Dies betrifft unter anderem die Rauch- und Wärmeabzugsanlage. Zur Höhe der daraus resultierenden Kosten konnten am Mittwoch weder Stadt noch Verein Angaben machen. Der "Rollkollektiv"-Vorstand will nun die entsprechenden Angebote einholen sowie Fördermöglichkeiten prüfen.

Mietschulden in fünfstelliger Höhe

Die im Dezember 2018 eröffnete Skatehalle in der Gerstenstraße war nach einer vorläufigen Nutzung im Sommer vergangenen Jahres wegen des fehlenden Brandschutzkonzeptes von der Stadt geschlossen worden. Weil sich wegen der daraus resultierenden fehlenden Einnahmen die Mietschulden auf einen fünfstelligen Betrag anhäuften, hatte die Vereinsführung jüngst mit einer Schließung sowie einem Abbau der Holzrampen und -hindernisse in der Halle gedroht.

Diese war mit viel ehrenamtlichen Engagement und mithilfe von Sponsoren und Fördergeldern in Eigenregie hochgezogen wurden. Für seine Arbeit wurde der Verein 2019 unter anderem mit dem Ehrenamtspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden, der unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) steht. Die Stadt Neubrandenburg hatte den Verein unter anderem bei der Suche nach einem passenden Standort unterstützt.

 

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Kommentare (1)

dass diesem Verein solche Steine in den Weg gelegt werden, bedenckt man, was dies für unsere Stadt und die Vereinstätigkeit bedeuten könnte.
Als hätte Neubrandenburg zuviele Vereine um die es sich zu kümmern gelte, und dahin gehen zuviele Vereine die unpolitisch einfach Sportlichkeit fördern.
Nb ist und bleibt ein Dorf mit zu hoher Einwohnerzahl und größerer Ambition denn seiner Bürgerschaft zu gesteht.
Kleingeister wo hin man/frau nur blicken mag.