Bundeswehr

Neubrandenburger Soldaten haben Übung in Bayern absolviert

Das Verzögerungsgefecht gilt als ausgefeilte militärische Taktik. Zwei Wochen lang haben Neubrandenburger Soldaten diese nun in Bayern trainiert, natürlich nur als Simulation.
Im Gefechtssimulationszentrum übten Neubrandenburger Soldaten das Verzögerungsgefecht.
Im Gefechtssimulationszentrum übten Neubrandenburger Soldaten das Verzögerungsgefecht. André Bleckmann/ZVG
Am Rechner simulierten Soldaten den Angriff feindlicher Kräfte.
Am Rechner simulierten Soldaten den Angriff feindlicher Kräfte. André Bleckmann/ZVG
Per Satellit wurde von der beweglichen Befehlsstelle aus die Verbindung zu den Kampftruppen gehalten.
Per Satellit wurde von der beweglichen Befehlsstelle aus die Verbindung zu den Kampftruppen gehalten. Vladimir Rausch/ZVG
Neubrandenburg

Nach zwei Wochen des Trainings kehren Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 nach Neubrandenburg und in die anderen Garnisonsstädte zurück. Der Großverband habe im bayrischen Wildflecken das „Verzögerungsgefecht” geübt, wie die Bundeswehr mitteilte.

Zeit für einen Gegenangriff verschaffen

Mit dieser „anspruchsvollen Taktik, die viel Koordination unter Zeitdruck verlangt”, solle vor allem der eigenen Seite Zeit verschafft werden, um einen Gegenangriff vorzubereiten”, so die Erläuterung. Im deutschlandweit einzigen Gefechtssimulationszentrum des Heeres seien die Kämpfe realitätsnah und in Echtzeit geübt worden. Insgesamt 400 Soldaten – vor allem Kampftruppen wie Grenadiere, Kampfpanzer und Jäger, aber auch Aufklärer, Artillerie, Luftunterstützung sowie Logistiker und Sanitäter – seien an dem Training beteiligt gewesen, erläuterte ein Sprecher der Brigade.

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„Seit einigen Jahren hat die Landes- und Bündnisverteidigung wieder an Bedeutung gewonnen”, sagte Oberst Nawrat, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41. Zuvor habe der Fokus vor allem auf Auslandseinsätzen gelegen. Vor diesem Hintergrund seien die Fähigkeiten für das hochintensive Gefecht geübt worden. Es gehe darum, dass bei einem solchen Einsatz die mehr als 5000 Frauen und Männer der Brigade auch koordiniert geführt werden können, machte er deutlich. „Wir haben die Abläufe im Gefechtsstand verbessert und Handlungssicherheit in allen Bereichen gewonnen”, ergänzte der Kommandeur.

"Wichtiger Schritt ins Jahr 2023"

Der Vormarsch feindlicher Soldaten sei über Stunden verzögert worden, bis diese an einem Fluss zum Stillstand kamen, hieß es von der Bundeswehr weiter. Für Oberst Nawrat waren die zwei Wochen vor allem wichtiger Schritt ins Jahr 2023. „Dann wird die Brigade in der Lage sein, das hochintensive Gefecht führen zu können.”

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Kommentare (2)

Nur gibt es da ein klitzekleines Problem.

Das Gefecht kann nicht stattfinden, da es an elementaren Sachen, wie Ausrüstungs- und Ersatzteilen fehlt.

Das größte Verzögerungsgefecht führt doch der Staat gegen seine eigene Armee selbst.

Neue Stiefel? Müssen erst über Jahre geprüft und Angebote gecheckt werden.
Und dann ist kein Geld da.

Das nenne ich mal Verzögerungsgefecht an forderster Front.

Seit Jahren mit großem Erfolg.

Wer braucht denn schon diese Kriegsspielereien?

So schlecht kann deutsche Waffentechnik nicht sein wenn, diese in alle Welt exportiert wird.
Spannend das bei uns das G36 angeblich bei zu grosser Hitze kapituliert aber, das Teil u.a. nach Mexiko und Saudi Arabien exportiert wird.

Ist aber auch blöd für einen Waffenzulieferer, wie HK, wenn die Waffentechnik funktioniert. Wie sollen die da Gewinn machen. Also wird erzählt das bei grosser Hitze die Knarren nicht mehr funktionieren und schon wird neues Material beschafft. Das HK433. Interessant ist auch das, Haenel eigentlich den Nachfolger liefern sollte HK aber erfolgreich gegen den Zuschlag geklagt hatte und nun die BW mit einem Nachfolggewehr beliefern darf. Mal gucken was denen da für "Mängel" einfallen.