CORONA-AUSBRUCH IN FLEISCHFABRIK

Neubrandenburger Weber-Mitarbeiter waren bei Tönnies

Der Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies hat auch Auswirkungen auf Weber in Neubrandenburg. Mitarbeiter mussten auf das Virus getestet werden.
Fünf Service-Mitarbeiter hatten sich noch im Juni in dem Tönnies-Werk aufgehalten, in dem es zum Ausbruch kam.
Fünf Service-Mitarbeiter hatten sich noch im Juni in dem Tönnies-Werk aufgehalten, in dem es zum Ausbruch kam. Frank Wilhelm, Ina Fassbender
Neubrandenburg.

Neubrandenburger Mitarbeiter des Unternehmens Weber Maschinenbau mussten wegen des Corona-Ausbruchs beim Fleischfabrikanten Tönnies auf das Virus getestet werden. Das hat das Unternehmen auf Nordkurier-Anfrage am Dienstag bestätigt. Der Hintergrund: Fünf Mitarbeiter vom Neubrandenburger Standort hatten sich noch im Juni in dem Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) aufgehalten.

Kein Kontakt zu infizierten Tönnies-Mitarbeitern

Es gebe mit dem Unternehmen einen Service- und Wartungsvertrag für deren Maschinen. Im Rahmen einer Service-Leistung seien fünf Mitarbeiter aus Neubrandenburg im Werk gewesen, sagte Prokuristin Diana Brüsewitz-Hackmann. „Zu den Mitarbeitern des Tönnies-Werks hatten sie aber keinen Kontakt”, sagte sie. Die Wartungsarbeiten würden außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten, zum Feierabend oder am Wochenende vonstattengehen.

Dennoch, so die Prokuristin weiter, habe man die Mitarbeiter nach deren Rückkehr vorsorglich erst zu Hause gelassen und die Tests auf das Coronavirus veranlasst. „Wir haben als Unternehmen für unsere Mitarbeiter eine Vorsorgepflicht, und Maßnahmen wie diese haben sich bewährt”, sagte Brüsewitz-Hackmann. Alles Tests zeigten negative Ergebnisse, kein Mitarbeiter ist infiziert, sagte sie.

Erneuter Lockdown

In Neubrandenburg machten zuvor Gerüchte die Runde, dass die gesamte Belegschaft von Weber Maschinenbau auf das Virus getestet werden musste. „Da ist überhaupt nichts dran”, sagte Brüsewitz-Hackmann.

Seit Mitte Juni steht Fleischfabrikant Tönnies wegen des Corona-Ausbruchs im Werk von Rheda-Wiedenbrück in den Schlagzeilen, mittlerweile sollen 1300 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Der Kreis Gütersloh hatte in der Folge wieder einen sogenannten „Lockdown” verhängt und unter anderem Kitas und Schulen geschlossen.

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