Weihnachtsmarkt

Neubrandenburger Weberglockenmarkt ohne Corona-Beschränkungen

Weder geimpft, noch genesen, noch getestet: Der Weberglockenmarkt wird offenbar ohne größere Beschränkungen durchgeführt. Für die Eishalle gibt es eine Regelung.
Beim Weberglockenmarkt winkt ab Mittwoch aller Infektionszahlen zum Trotz fast so etwas wie die große Freiheit.
Beim Weberglockenmarkt winkt ab Mittwoch aller Infektionszahlen zum Trotz fast so etwas wie die große Freiheit. Simon Voigt
In der Eishalle auf dem Neubrandenburger Marktplatz gilt die 2-G-Regel.
In der Eishalle auf dem Neubrandenburger Marktplatz gilt die 2-G-Regel. NK-Archiv
Neubrandenburg

Der am Mittwoch startende Weberglockenmarkt wird wohl ohne größere Beschränkungen stattfinden. Wie das Veranstaltungszentrum Neubrandenburg (VZN) auf Anfrage am Montagabend mitteilte, habe das Gesundheitsamt die Durchführung genehmigt.

+++ Kommentar: Komplett offener Weberglockenmarkt – was soll das? +++

Markt für alle offen

Das Hygiene- und Sicherheitskonzept richte sich nach den Vorgaben der aktuellen Corona-Landesverordnung mit den entsprechenden Anlagen, führte ein Sprecher aus. Das bedeutet auch: Eine Regelung, die nur gegen Corona geimpfte, genesene (2-G) oder auch negativ getestete (3-G) Besucher zulässt, wird es nicht geben. Der Markt steht demnach allen offen. Obwohl die Seenplatte derzeit die höchstmögliche „rote“ Einstufung beim Infektionsgeschehen erfährt.

Dank der Genehmigung müssen sich die Organisatoren auch nicht überlegen, wie eine mögliche Zugangsbeschränkung gerade auf dem Boulevard überhaupt kontrolliert werden kann. Gänzlich ohne Einschränkungen wird der Weihnachtsmarkt aber nicht ablaufen, wie aus der Antwort des VZN weiter hervorgeht. Schon beim Aufbau der Buden werde auf die Schaffung von Freiflächen geachtet, auf Innengastronomie gänzlich verzichtet. Hier hätte gemäß Landesverordnung sonst die 3-G-Regel Anwendung gefunden. Draußen müssen Abstandsregeln beachtet werden. Eine Test- oder Maskenpflicht für einzelne Bereiche hat das Gesundheitsamt offenbar nicht angeordnet.

Ein vermeintliches Problem für die Planer: Die aktuelle Landesverordnung gilt nur bis 11. Dezember. Möglich, dass für den bis 22. Dezember angesetzte Weberglockenmarkt noch einmal andere Regeln gelten.

Teilweise Maskenpflicht in der Eishalle

Die sind schon ab Mittwoch bei der Eishalle auf dem Marktplatz zu finden. Sie ist ebenfalls ab dem 24. November geöffnet, auch die verantwortlichen Neubrandenburger Stadtwerke haben am Montag ihre Auflagen vom Gesundheitsamt erhalten. Es gilt „wie erwartet“ die 2-G-Regel, lediglich Geimpfte und Genesene können sich auf das glatte Eis wagen, heißt es vom städtischen Unternehmen auf Anfrage. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche.

Bei Besuchern unter 18 Jahren wird es etwas komplizierter: Grundsätzlich reiche bei ihnen auch ein aktueller negativer Corona-Schnelltest, der Nachweis sei mitzubringen. Wer noch zur Schule geht, brauche den außerhalb der Ferien aber auch nicht, da in der Schule bereits regelmäßig getestet wird, führen die Stadtwerke aus. Gerade ältere Jugendliche, bei denen nicht immer sofort ersichtlich ist, ob sie tatsächlich noch zur Schule gehen, sollten dann aber einen Schulnachweis – eine Schülerfahrkarte, einen Schülerausweis oder eine Schulbescheinigung – dabei haben. Lediglich Kinder unter sieben Jahren benötigen gar keine Nachweise.

Auf dem Eis ohne Maske

Trotz der Zugangsbeschränkungen gelte zudem beinahe überall in der Eishalle die Maskenpflicht. Nur die Eisfläche selbst sei davon ausgenommen. Für eine Kontaktnachverfolgung bräuchten die Gäste entweder die „Luca“-App oder ein bestenfalls bereits ausgefülltes Anmeldeformular, das auf der Internetseite der Stadtwerke heruntergeladen werden kann.

Für diejenige, die alles auf sich nehmen, stehen etwa 400 Paar Schlittschuhe und Lernhilfen für den Glatteis-Spaß bereit. Der Eishockeyverein „Neubrandenburg Blizzards“ zeigt Kindern die Grundlagen und ein paar Tricks des Schlittschuhlaufens. Für diese „Eisschule“ gebe es ebenso wie für das Eisstockschießen noch freie Termine, informieren die Stadtwerke.

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Kommentare (7)

Mal schauen wieviel geistig zurück gebliebene sich dort tummeln...

Und schon wieder ein dämlicher Eintrag vom kleinen Friedrich...

Wenn ich dieses dämliche Eiszelt jedes Jahr auf dem Markt sehe, kommt mir das große K....Es gehört zu den öffentlichen Sportstätten an den Stadtrand in die Natur, z.b. auf den unausgelasteten Parkplatz an der Stadthalle. Hier in der Stadt wird es wieder eine Konzentration des Virus geben und wertvolle Verkaufsfläche wird dem Irrsinn geopfert.

Völlig richtig , aber nur von kurzer Dauer. Jede Wette , nach ein paar Tagen ist alles zu .

Oh man ... Die Menschheit ist verloren mit Dasein ...

Das der Markt öffnet ist gut. Mit etwas Abstand kann man ihn auch genießen. Das einzige was jedes Jahr stört ist das Monstrum von Eiszelt. Warum keine außen Eisfläche wie in Berlin. Oder mit dem Zelt in den Kulturpark mit langen Öffnungszeiten. Und der Markt kann dafür genutzt wofür er da ist. Handel mit Waren besonders regional. Mal sehe wieviel Regiinale Produkte auf dem Markt zu erwerben sind

Warum wurden zu o. g. Artikel von Herrn Prahle alle Kommentare gelöscht?
Nordkurier macht es also so wie die Politik? Gegensprechende Meinungen des Volkes (in diesem Fall der Leser) nicht erlaubt?