KAPUTTER SPÜLKASTEN

Neubrandenburgerin sauer auf Neuwoges

Hunderte Liter Wasser hat eine Mieterin im Rostocker Viertel vergeudet, weil ihr Spülkasten defekt war. Ganze zwei Wochen dauerte es bis zur Reparatur.
Paulina Jasmer Paulina Jasmer
Zahlreiche Balkone sind in der Brodaer Straße modernisiert worden – nicht zur vollen Zufriedenheit einer Mieterin,
Zahlreiche Balkone sind in der Brodaer Straße modernisiert worden – nicht zur vollen Zufriedenheit einer Mieterin, die dann auch noch ein Spülkasten-Problem bekam. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Eine Neubrandenburgerin ist stinksauer auf die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges). Mehr als zwei Wochen musste sie sich mit einem kaputten Spülkasten herumärgern.

Der war sechs Tage vor Heiligabend kaputtgegangen. „Das Wasser lief ungehindert und ununterbrochen in die Toilette. Es sammelte sich nicht im Spülkasten“, berichtete sie. Der Spülkasten befindet sich in der Wand, sei durch Fliesen verdeckt. Kein leichtes Herankommen.

Beauftragtes Unternehmen hat sich nicht gemeldet

Die Dame am Kundentelefon der Neuwoges machte ihr wenig Hoffnung. „Vor Weihnachten wird das schwierig, hat sie gesagt“, erinnerte sich die Mieterin aus der Brodaer Straße. Es sollte ein anderes Unternehmen beauftragt werden, doch auch die hatten sich nicht bei der Mieterin gemeldet.

Am 23. Dezember war es dann mit dem Wasser noch schlimmer geworden. „Da waren schon vierhundert Liter in der Toilette gelandet. Ich habe den Havariedienst angerufen“, so die Neubrandenburgerin. Der Mann habe ihr zumindest geraten, den Wasserzulauf für die Toilette abzudrehen, was die Frau nach eigenen Angaben, auch mithilfe ihres Sohnes, getan hat. Aber zur Reparatur sei wieder niemand gekommen. Kein Havariefall, hieß es. „Ich spüle mit Wasser aus der Badewanne. Das ist doch kein Zustand“, schimpfte sie.

Verhalten des Unternehmens wird noch ausgewertet

Mittlerweile sei der Spülkasten repariert worden, erklärt ein Neuwoges-Sprecher auf Nordkurier-Nachfrage. Gleichzeitig bedauere der Vermieter den Vorfall. Nachdem die Mieterin den defekten Spülkasten im Dezember gemeldet hatte, „war das Gewerk Sanitär unseres Geschäftsfelds Gebäudeservice mit Terminen bis Mitte der zweiten Kalenderwoche des Jahres 2020 ausgelastet“, so der Sprecher. Dennoch habe man der Frau möglichst schnell helfen wollen und habe deshalb ein anderes Unternehmen für die Schadensregulierung beauftragt. „Bedauerlicherweise wurde dieser Auftrag durch unseren externen Partner weder terminiert noch abgearbeitet“, heißt es weiter. Dies werde noch ausgewertet.

Das Verhalten des Notdienstes an den Feiertagen sei hingegen korrekt gewesen. „Ein defekter Spülkasten stellt tatsächlich keinen Havarie-Fall dar. Eine Havarie ist ein plötzliches und unerwartetes Ereignis, bei dem Menschen und Sachwerte in Gefahr geraten sind. Darum besteht die Hauptaufgabe unseres Havarie-Dienstes darin, die Gefahr zu beseitigen und den Schaden zu begrenzen“, so die Erklärung.

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