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Neubrandenburgs Busse sind zu heiß

Bei Innentemperaturen von 40 Grad ist das Busfahren in Neubrandenburg wahrlich kein Vergnügen. Frische Luft soll über die Dachluken kommen. Doch die haben ein Problem.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Die neuesten Fahrzeuge der Busflotte sind mit Klimaanlagen für den Fahrer ausgestattet.
Die neuesten Fahrzeuge der Busflotte sind mit Klimaanlagen für den Fahrer ausgestattet. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Neubrandenburgs Bus-Fahrgäste machen ihrem Ärger jetzt einmal Luft, heiße Luft! Den Fahrgästen des Neubrandenburger Stadtbusnetzes bleiben die Sorgen ums „prima Klima“ vorerst erhalten.

Dass die Fahrzeuge nicht klimatisiert sind, hatte vielen Passagieren in den vergangenen Wochen schwer zu schaffen gemacht. „Ich bin einigermaßen sportlich und fit. Aber bei 40 Grad im Bus wurde mir nach zwei Haltestellen schlecht“, berichtet eine Nordkurier-Leserin. Sie sei beruflich viel mit dem öffentlichen Personennahverkehr unterwegs, auch in anderen Städten – wo übrigens klimatisierte Busse Standard seien. „Bei diesen Fahrpreisen“, merkt sie an, sollten Fahrgäste auch in Neubrandenburg Anspruch darauf haben.

Software-Fehler bei der Klimasteuerung

Umso erstaunlicher findet sie die Auskunft von Busfahrern, dass von allen Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe nur wenige eine Klimaanlage hätten, und das auch nur für den Fahrer. Nehme er sie in Betrieb, würden jedoch automatisch die Dachluken des Busses geschlossen.

Dabei handle es sich allerdings um einen technischen Defekt, bekunden die Neubrandenburger Stadtwerke als Betreiber des Stadtverkehrs auf Nordkurier-Nachfrage. Der Fehler sei auch bereits an den Hersteller der Busse gemeldet worden, der wiederum „mit Hochdruck“ an der Behebung des Softwarefehlers bei der Klimasteuerung arbeite.

Betroffen seien vier der neuesten Busse, die bereits mit einer Klimaanlage für den Fahrerplatz ausgestattet seien. „Wenn Busse neu bestellt werden, ist diese Klimaanlage für den Fahrer berücksichtigt“, bestätigt eine Stadtwerke-Sprecherin.

Ansonsten jedoch seien die Busse der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe nicht mit Klimaanlagen ausgestattet. Das sei im Stadtbusverkehr nicht üblich, da wegen kurzer Abstände zwischen den einzelnen Haltestellen die Türen häufig geöffnet werden. Wenn dann von außen warme Luft einströme, würden durch Fahrgäste oft die Fenster geöffnet, um durch die entstehende Zugluft Kühlung zu erlangen. „Das wirkt dem Sinn einer Klimaanlage natürlich entgegen“, so die Unternehmenssprecherin.

Ab 2020 soll die Belüftung besser werden

Überdies verweist sie auf einen erhöhten Kraftstoffverbrauch beim Einsatz einer Klimaanlage. Die dadurch entstehenden Mehrkosten, noch weiter in die Höhe getrieben durch Inspektions- und Wartungskosten, stünden „in keinem Verhältnis zum Ergebnis“.

Um der Hitze in den Stadtbussen entgegenzuwirken, gebe es die entgegen der Fahrtrichtung befindlichen Dachluken. In Verbindung mit den Fenstern gelange Fahrtwind in die Busse, der für Abkühlung und frische Luft sorge. „An den Endhaltestellen werden zusätzlich die Türen geöffnet und der Bus durchgelüftet“, sagt die Sprecherin der Stadtwerke. Ab 2020 sei in neuen Bussen eine Erhöhung der Klappfenster vorgesehen, um die Belüftung des Fahrgastraums zu verbessern.

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Kommentare (2)

geschlossene Panoramafenster, heliomat, Rollstuhllift, Klima für Fahrer und Gast, kostenloses Wlan

sind doch hier nicht in rumänien ( dort standard ) wir sind hier in einem der reichsten länder der erde da darf sowas noch nicht sei :-)