Nicht nur in der Treptower Straße wird zur Interkulturellen Woche einiges los sein, die zahlreichen Veranstaltungen vert
Nicht nur in der Treptower Straße wird zur Interkulturellen Woche einiges los sein, die zahlreichen Veranstaltungen verteilen sich auf das gesamte Neubrandenburger Stadtgebiet. Archivbild) ( Mirko Hertrich
Volles Programm

Neubrandenburgs interkulturelle Woche wird so groß wie nie

Mit viel Musik, Kulinarik und verschiedenen Workshops sollen in Neubrandenburg ab Samstag eine Woche lang Vorurteile abgebaut werden und Freundschaften entstehen.
Neubrandenburg

Am Samstag startet in Neubrandenburg mit einer großen Auftaktveranstaltung die Interkulturelle Woche (IKW). Themen wie Migration, Integration, Diskriminierung und Rassismus sowie Antisemitismus sollen eine Woche lang im Mittelpunkt stehen, wie aus der Broschüre des Veranstalters hervorgeht.

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An unterschiedlichen Standorten der Stadt werden deshalb Workshops, Buchvorstellungen und vielfältige Gesprächsrunden veranstaltet. Auch kleine Feste, Film- und Theateraufführungen sowie Ausstellungen stehen auf dem Programm. Neben dem bundesweiten Thema „#offen geht“ wird die Interkulturelle Woche in Neubrandenburg unter dem Motto „Musik verbindet“ stattfinden. Gesang und Klänge, Rhythmus und Melodien, Instrumente und Töne prägen Kulturen seit Jahrtausenden. „So unterschiedlich Musik auch ist, kann sie doch immer identitätsbildend und natürlich auch verbindend sein“, heißt es dazu auf der Homepage der Interkulturellen Woche.

Am Freitag Tanz-Aktion auf dem Datzeberg

Auch schon vor dem offiziellen Start am Sonnabend finden die ersten interkulturellen Begegnungen in der Stadt statt. Bereits am Montag konnten Interessierte an einem Workshop zum Thema „Geflüchtete als vulnerable Gruppe“ teilnehmen. Noch offensichtlicher tritt die IKW am Freitag auf den Plan. Dann wird um 17  Uhr auf dem Datzeberg ein sogenannter Flashmob stattfinden. Bei einem Flashmob trifft sich scheinbar spontan eine Gruppe von Menschen, in diesem Fall, um auf dem Platz der Familie zu tanzen – Mitmachen ausdrücklich erwünscht.

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Offiziell startet die IKW dann am Samstag mit einem großen Fest in der Innenstadt. Zwischen 13 und 17  Uhr wird die Treptower Straße mit Leben gefüllt werden.

Alle Stadtviertel mit eingebunden

Die Veranstaltungen finden über ganz Neubrandenburg verteilt statt, alle Stadtviertel sind mit eingebunden. „Das war uns auch wichtig, dass nicht alles in der Innenstadt stattfindet, sondern da wo die Menschen auch leben“, erläutert Remo Bock, Integrationsbeauftragter der Stadt und Mitorganisator der IKW. Seit 2016 gibt es die Interkulturelle Woche in Neubrandenburg – so groß wie jetzt war sie noch nie. „Wir sind stetig gewachsen und das macht uns stolz. Kulturvereine, Einzelpersonen und auch Unternehmen gesellen sich zu Projekten aus der klassischen Migrationsarbeit.“

Neben dem Schwerpunkt Musik finden sich auch eine Reihe anderer Veranstaltungen. Zum Beispiel startet am 28.  September das Suppenfestival. Nach dem Motto „5 Länder – 5 Suppen“ werden im interkulturellen Garten am Reitbahnsee die Geschmacksnerven gekitzelt. Einen Tag vorher, am 27.  September, öffnet die Jugendwerkstatt der Kolping Initiative in der Usedomer Straße  4 ihre Pforten. Bei Musik und Snacks können Jugendliche an ihren Rädern herumschrauben und sich den einen oder anderen handwerklichen Tipp von Experten abholen.

Das ganze Programm zur Interkulturellen Woche findet sich im Internet unter www.interkulturellewoche.de/2022/neubrandenburg.

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