ABFALL

Neubrandenburgs Problem mit Müllsündern

Erneut haben sich Leser beim Nordkurier über Müll im Kulturpark beschwert. Ein Problem, das die Stadt offenbar nur schwer in den Griff bekommt.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Die Überbleibsel einer Grillparty: eine Aluminiumschale mit Holzkohleresten sowie leere Bratwurst- und Fleischverpackungen.
Die Überbleibsel einer Grillparty: eine Aluminiumschale mit Holzkohleresten sowie leere Bratwurst- und Fleischverpackungen. Privat
Im Kulturpark gibt es viele Schmuddelecken.
Im Kulturpark gibt es viele Schmuddelecken. ZVG
Neubrandenburg.

Die Stadt Neubrandenburg hat nach wie vor ein massives Problem mit Müllsündern. „Verschimmelte Essensreste, verkohlte Grillschalen und mit Hundekot gefüllte Plastikbeutel. Wo man auch hinsieht, es ist einfach nur ekelhaft“, beschwert sich eine aufgebrachte Neubrandenburgerin am Lesertelefon des Nordkurier.

Im Kulturpark sieht es dieser Tage wieder alles andere als sauber aus. Es gibt nahezu keinen Papierkorb, der nicht überquillt. Die Hälfte des Unrats liegt daneben oder wird durch den Wind überall in der Natur verteilt. Von vielen Abfallbehältern ist lediglich die Halterung übrig geblieben, weil sie mutwillig herausgerissen wurden. „Gerade jetzt in den Sommerferien, wo auch viele Touristen Neubrandenburg besuchen, hinterlassen diese unmöglichen Zustände keinen guten Eindruck“, sagt die Leserin.

Ausschuss für Ordnung und Sicherheit

Schon seit Jahren versucht die Stadt gegen das ewige Müllproblem anzukämpfen – mit eher mäßigem Erfolg. Selbst Reinigungsfirmen beklagten immer wieder, der Abfallmengen kaum noch Herr zu werden. Erst kurz vor der Kommunalwahl im Mai hatten CDU und Linke der Stadtvertretung einen neuen Ausschuss beschert, der sich ganz speziell mit Problemen der Ordnung und Sicherheit in Neubrandenburg befasst. Künftig sollen darin auch mögliche Lösungen entwickelt werden, um Vandalismus und den Schmutzecken im Stadtbild entgegenzuwirken.

Für den Kulturpark sind zumindest mehr und vor allem größere Papierkörbe mit festem Deckel geplant, wie ein Stadtsprecher auf Nordkurier-Anfrage erklärte. Wann diese neuen Behälter installiert werden, könne aber noch nicht gesagt werden. Die Stadtverwaltung appelliert an die Einwohner, ihren Abfall im Interesse einer sauberen und lebenswerten Stadt nicht einfach herumliegen zu lassen oder illegal zu entsorgen.

Bußgeld bis zu 5000 Euro

Denn wenn Müllsünder in Neubrandenburg von der Polizei oder dem Ordnungsamt erwischt werden, kann ihnen das – je nach Abfallmenge – teuer zu stehen kommen. Nach der städtischen „Verordnung zur Verbesserung der Sauberkeit und Sicherheit“ können diejenigen, die ihren Müll auf öffentlichen Grün- und Freiflächen oder in der freien Landschaft außerhalb der dafür vorgesehenen Behälter achtlos wegwerfen, dafür mit einer Geldbuße bis 5000 Euro zur Kasse gebeten werden.

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Kommentare (8)

mit dementsprechender Technik und Zugriffsrechten ausgestattet - hilft enorm - nicht zu vergessen Recht Justiz und Vollstreckung anzupassen

Ich glaube nicht ,dass jemand aus der näheren Neubrandenburger Umgebung nach Neubrandenburg fährt und seinen Müll dort entsorgt.
Die Verursacher wohnen in eurer Stadt. Kümmert euch selbst !! Es ist einfach, immer alles auf die Behörden und die Polizei abzuschieben.

Zumal eins der Hauptprobleme defekte und überlaufende Mülltonnen zu sein scheint. Wie wäre es mit reparieren und entleeren. Aber da wird die Polizei nicht helfen können.

Natürlich sind die Ursachen für derartiges Fehlverhalten vielschichtig. Es handelt sich überwiegend um junge Leute so bis 25 Jahre. Wahrscheinlich die selben, die Freitags für eine saubere Umwelt demonstrieren. Eine Doppelmoral die hier gelebt wird.
Wenn die Stadt es will, das Problem zu beseitigen, dann muss sie es auch tun. Geht nicht, gibt es nicht. Hat mir erst vor kurzem meine 7-jährige Enkeltochter erklärt. Sie hat Recht. Da muss muss man nicht eine nach der anderen Ausschusssitzung über sich ergehen lassen, sondern einfach handeln.
Nicht mehr Polizeipräsenz, sondern mehr Ordnungskräfte die auch wirksam ein Bußgeld verhängen, aber nicht nur 5 Euro. Wer hat denn schon 5000,- Euro zahlen müssen. Keiner. Es gibt Städte auf dieser Welt da traut sich niemand nur mal so auch nur einen Kaugummi hinzuwerfen. Dort hat man bestimmt nicht bloß den Zeigefinger gehoben.
Es geht also, wenn mann es nur will. Wer das Bussgeld nicht bezahlen will bei dem muss Erzwingungshaft beantragt werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind ja vorhanden.
Klingt komisch, ist aber so.
Wenn die Stadt bei der Beseitigung dieses Problems genauso konsequent wäre wie bei der Verfolgung von Parkverstößen, dann gäbe es dieses Problem nicht. Nur muss man dazu auch ein bischen Geld in die Hand nehmen und die Prijoritäten mal anders setzen.

grossen teilen gebe ich ihnen recht wir sollten uns alle an die eigene nase fassen denn das müll liegen lassen geht wohl durch alle bevölkerungsschichten da hilft auch keine polizei und die gestalten vom ordnungsamt erst recht nicht ...sehr viele junge leute lassen ihren müll dort liegen die freitags demo spielen ( alibi fürs schule schwänzen wenn die demo Samstag oder nach der schule wäre fünf hansel unterwegs )
aber auch die stadt ist in der pflicht vandalismussichere müllbehälter montieren...

Ich Angel gelegentlich am Oberbach und sehe ständig welche Subjekte für diese sauerein zustandig sind. Es sind halbwüchsige die in der Gruppe sich stark fühlen und kein respeckt haben weder vor Äteren noch vor Eigentum! Die mülleimer reaprieren ist vergebene Liebesmüh da sie nach wenigen Tagen wieder abgetreten werden und gelegentlich auch im Oberbach versenkt werden. Das Problem beginnt oft schon zuhause da die Meisten Kinder heutzutage machen dürfen was sie wollen. Hab dort auch noch nie das Ordnungsamt oder Polzei lang kommen sehen.

Wenn man, jemanden, anspricht, bekommt man die Faust ins Gesicht,

Da hat die Stadt seit 1996 eine Satzung zum Schutz des öffentlichen Grüns in der Stadt Neubrandenburg. § 4 Abs. 6 regelt wie sich die Bürger/innen zu verhalten haben. Nur wenn es nicht kontrolliert wird,sieht es hat so aus wie es aussieht.
Der Bürgermeister soll die Öffentlichkeit mal darüber unterrichten wieviele Verstöße denn bisher festgestellt wurden.
Die Fallzahlen bewegen sich wahrscheinlich im Bereich unter 10 . Ein Armutszeugnis!!!!!!!!!!!!!!!!