Kinder gehen mitunter im Streit besser miteinander um, als die Mitglieder der Neubrandenburger Stadtvertretung, meint unser Ko
Kinder gehen mitunter im Streit besser miteinander um, als die Mitglieder der Neubrandenburger Stadtvertretung, meint unser Kommentator. photophonie – stock.adobe.com
Kommentar

Neubrandenburgs Stadtvertretung gleicht einem Kindergarten

Neue Regeln, um das Klima im Stadtparlament zu bessern helfen nicht, solange Altlasten nicht aufgearbeitet werden, meint unser Kommentator.
Neubrandenburg

Was im Kindergarten gang und gäbe ist, sollte doch wohl auch für die Stadtvertretung gelten. Keine bösen Wörter zum Beispiel, wie die Super-Nanny es sagen würde. Und auch nicht hinterher feige im Internet über die anderen gemeinen Fraktionen ablästern. Es wirkt peinlich, dass so etwas für erwachsene Menschen offenbar nicht selbstverständlich ist. Ob eine Arbeitsgruppe und ein paar gut gemeinte Sätze den rauen Umgangston freundlicher machen, darf bezweifelt werden. Dennoch ist miteinander reden immer gut. Ein Versuch wäre es also wert.

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Allerdings entsteht der Eindruck, dass die Stadtvertretung nicht nach vorne schauen kann, ohne zuvor hinter sich den Stall gründlich auszumisten. Und da gäbe es einiges aufzuarbeiten. Beleidigungen von Ratsmitgliedern zum Beispiel, im Netz, wie in der Stadtvertretung. Nicht zu vergessen sind auch die von Stadtvertretern vorgebrachten unbelegten Mobbingvorwürfe gegen Oberbürgermeister Silvio Witt. Das sind Altlasten, welche die von allen Seiten beschworene Rückkehr zur Sachpolitik verhindern. Bevor es dazu keine Aufklärung gibt, helfen auch Benimmregeln auf Kindergarten-Niveau wenig.

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