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Neue Pläne für die Külzstraße

Diese Ansicht soll sich dem Betrachter nach dem Umbau des Klinikgebäudes in der Külzstraße bald präsentieren. Der rechte Teil steht unter Denkmalschutz und wird integriert.
Diese Ansicht soll sich dem Betrachter nach dem Umbau des Klinikgebäudes in der Külzstraße bald präsentieren. Der rechte Teil steht unter Denkmalschutz und wird integriert.
Grafik: Vakon

Für das leer gezogene Krankenhaus in der Wilhelm-Külz-Straße gibt es einen Käufer. Der hat übrigens Erfahrung beim Umbau einer Klinik zu einem Wohnobjekt. Und er lässt schon mal durchblicken, was er an diesem Standort nah der City vor hat.

Das Klinikgebäude in der Wilhelm-Külz-Straße wirkt, wie in den Dornröschenschlaf gefallen. Das üppige Grün der großen Bäume verdeckt das Haus fast ganz. Früher gingen hier Ärzte, Schwestern, Patienten und Besucher ein und aus. Aber im November des vergangenen Jahres zog die Klinik in die Allendestraße um. Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum suchte in den zurückliegenden Monaten einen Käufer für Haus und Grundstück. Er ist gefunden. Die Neubrandenburger Vakon Baugesellschaft hat jetzt dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum eine schriftliche Bauzusage gegeben.

„Wir wollen das Krankenhausgelände zu einem modernen Wohnstandort entwickeln“, machte der Geschäftsführer des Unternehmens, Ralf Kohl, deutlich. „Am Mühlenholz“ soll es heißen. Ein eingängiges Motto ziert schon mal die Unterlagen. „Leben, Stadt, Wohnen“ ist da als Unterzeile zu lesen. Ein Wortspiel, erläutert Ralf Kohl. Wer die drei Worte hintereinander liest, spürt, worum es dem Unternehmen bei diesem Projekt geht. Der Standort ist bestens zum Leben geeignet – zentrumsnah und das Grün mit dem Lindetal gleich um die Ecke. Die Vakon-Bauleute haben bereits Erfahrungen mit einem „Klinikumbau“. In der Pfaffenstraße kann jeder sehen, wie sich das alte Krankenhaus in die neue Wohnbebauung einfügt. Jetzt wird alles auf den 10 000 Quadratmeter neu geordnet.

Einen Balkon für jede Wohnung

„Der rechte Teil des Hauses steht unter Denkmalschutz“, erläutert Ralf Kohl. Das Obergeschoss werde für Betreutes Wohnen hergerichtet. Für das Erdgeschoss steht die Nutzung noch nicht fest. Er könne sich vorstellen, dass hier vielleicht Arztpraxen oder auch ein Friseur sich hier einmietet, immerhin sind 500 Quadratmeter frei. Das daneben stehende Wohnhaus wird grundlegend saniert und vermietet. Für den linken Teil der Klinik gibt es keine Denkmalschutzauflagen.

Hier werden 31 Wohnungen entstehen. Es sollen vorwiegend Zwei- und Dreiraumwohnungen sein, sagt Ralf Kohl. Die seien in der Stadt besonders gefragt. „Jede Wohnung bekommt einen Balkon“, sagt Ralf Kohl. Die oberen sogar offene Dachterrassen mit Blick ins Mühlenholz. Natürlich darf auch der Fahrstuhl nicht fehlen. Seniorengerecht seien die geplanten Umbauten, auch ausreichend Parkplätze seien geplant. Dafür ist der Grünstreifen vor dem Haus vorgesehen. Die alte Klinik auf dem Hof und der Küchentrakt werden abgerissen. Der Hof wird damit frei für drei Häuser. All diese Plänen will die Vakon Baugesellschaft in den kommenden Jahren umsetzten.