NEUBRANDENBURGER UMGEHUNG

Neue Rampe wird wahrscheinlicher

Der Beschluss für ein Bauwerk, das den befürchteten Mehr-Verkehr aus Richtung Sponholzer Straße auf die Demminer befördert, rückt ganz nahe. Nur wann hier auch wirklich gebaut werden kann, kann noch niemand sagen.
Thomas Beigang Thomas Beigang
An dieser Stelle, bevor die Neubrandenburger Johannesstraße in den Tunnel zur Heidenstraße mündet, soll eine Rampe den befürchteten Mehr-Verkehr auf die Demminer Straße führen.  
An dieser Stelle, bevor die Neubrandenburger Johannesstraße in den Tunnel zur Heidenstraße mündet, soll eine Rampe den befürchteten Mehr-Verkehr auf die Demminer Straße führen. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Bewohner in der Ihlenfelder Vorstadt bangen vor einem möglichen Verkehrskollaps in der Ihlenfelder Straße, wenn nach der Fertigstellung des ersten Teils der Ortsumgehung der Verkehr aus Richtung Süden durch ihr Viertel strömt – auf dem Weg nach Norden. Denn alle, die ab Sommer 2019 in der Neustrelitzer Straße die neue Umgehung wählen, um dem Ring zu entgehen, landen auf der Hochstraße oder der Ihlenfelder Straße. Alles nur, weil der ursprünglich geplante zweite Abschnitt der Neubrandenburger Ortsumgehung aus wirtschaftlichen Gründen in hohem Bogen aus dem Bundesverkehrswegeplan geflogen ist.

Schwerin will Fördergeld geben – aber ohne Termin

Dies zu verhindern, hat die Stadt einen alten Plan wieder hervor gekramt. Damit die Ihlenfelder gar nicht erst von zusätzlichen Fahrzeugen belastet wird, soll der Mehr-Verkehr über die Johannesstraße auf die breite vierspurige Demminer Straße geführt werden. Eine Auffahrt, einer Rampe ähnlich, führt dann vor dem Tunnel hoch auf die Eisenbahnbrücke. Schon kurz nach der Jahrtausendwende wurde dafür die Planung geschrieben, die Idee verschwand aber in der Schublade – bis die Verwaltung sie vor einem guten Jahr wieder erweckte. Das Grundstück, ein unbefestigter Parkplatz, gehört der Stadt.

So schnell wie möglich solle das geschehen, hieß es unter den Neubrandenburger Stadtvertretern im entscheidenden Stadtentwicklungsausschuss, als die Verwaltung um die Zustimmung bat. Aufs Tempo will auch die Stadtverwaltung selbst drücken und schlägt vor, für den Bebauungsplan ein beschleunigtes Verfahren anzuwenden, weil hier die Voraussetzungen für eine Umweltprüfung entfallen.

Nur wann genau in der Johannesstraße der Start angepfiffen werden kann, wusste am Dienstag noch niemand zu sagen. Denn ohne Unterstützung aus Schwerin kann die Stadt das kostenträchtige Straßenbauprojekt nicht bewältigen. Zwar hat das Verkehrsministerium schon auf grünes Licht für Fördergeld geschaltet – ohne allerdings einen konkreten Termin für die Überweisung zu nennen.

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