Fertigstellung und Eröffnung der neuen Halle auf dem Datzeberg sind nun auf das Mitte 2022 verschoben worden.
Fertigstellung und Eröffnung der neuen Halle auf dem Datzeberg sind nun auf das Mitte 2022 verschoben worden. Zoltán Szabó
Datzeberg

Neue Sporthalle wird und wird nicht fertig

Seit anderthalb Jahren wird auf dem Datzeberg an einer neuen Sporthalle gewerkelt. Doch die Fertigstellung muss bereits das dritte Mal verschoben werden – und wird teurer.
Neubrandenburg

Für eine neue Turnhalle auf dem Datzeberg wird weiter viel Geduld benötigt. Wie der Landkreis auf Nordkurier-Anfrage mitteilte, könne auch der 31. Januar nicht eingehalten werden. „Angestrebter Termin für die Fertigstellung ist das zweite Quartal 2022“, heißt es von der Kreisverwaltung.

Damit hat sich die Bauzeit für die Zweifeldsporthalle mittlerweile verdoppelt. Noch im Spätsommer 2020 waren bei der Grundsteinlegung alle von einer Eröffnung Mitte 2021 ausgegangen. Immer wieder musste der Kreis seither auf Nachfrage Verzögerungen einräumen. Der Oktober 2021 und der Januar 2022 wurden bereits rot im Kalender angestrichen. Nun bleibt die Hoffnung, dass der vierte Termin eingehalten werden kann.

Viele Lieferengpässe erschweren die Arbeiten

Primärer Nutzer der neuen Halle ist die Berufliche Schule Wirtschaft und Verwaltung. Der Landkreis als Träger erhielt für den knapp 4,5 Millionen Euro teuren Neubau nicht nur warme Worte, sondern auch noch 90 Prozent Förderung vom Wirtschaftsministerium in Schwerin. Mittlerweile werde mit Mehrkosten von 310.000 Euro gerechnet, teilt der Landkreis weiter mit – das ist eine Kostensteigerung von etwa neun Prozent.

Die genannten Gründe sind bei jeder neuen Verzögerung ähnlich: Lieferengpässe bei bestimmten Materialien erschweren die Arbeiten. Darüber hinaus habe es bei den Firmen immer wieder Personalausfälle gegeben. „Der Landkreis realisiert den Bau unter den erschwerten Bedingungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt“, resümiert ein Sprecher. Gut 20 Unternehmen wurden insgesamt mit der Ausführung beauftragt. Bereits im vergangenen Winter habe zudem die Witterung den Planern das Leben schwer gemacht, führt der Landkreis weiter aus.

Auch Vereine hoffen auf Trainings- und Spielzeiten

So müssen sich die Schüler der Berufsschule wohl auf das nächste Schuljahr freuen. An Abriss und Neubau hatte ohnehin kein Weg vorbeigeführt. Der Vorgänger des derzeit entstehenden Sporttempels war über Jahrzehnte unverändert geblieben, vernünftiger Unterricht war nach Aussagen von Schülern und Lehrern längst nicht mehr möglich. Nun warten alle auf eine Zweifeldsporthalle mit einer Spielfläche von knapp 1000 Quadratmetern, dazu zwei Geräteräume, einen 80 Quadratmeter großen Turnraum, Technikräume für die Hausanschlüsse sowie Umkleide- und Sanitärräume für Lehrer und Schüler.

Auch die Stadt reiht sich in diese Warteschlange ein. Denn nach der Schule sind es die Neubrandenburger Vereine, die auf Trainings- und Spielzeiten hoffen. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die überdachte Halle weit attraktiver wirkt als etwa die großen Sportplätze nebenan. Längst sollen sich die Ersten ihre Zeiten reserviert haben. Wie viel das ob der neuen Verzögerung noch wert ist, ließ der Landkreis bislang offen.

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