Die bisherige Unterkunft rückte immer wieder in den Fokus der Verantwortlichen.
Die bisherige Unterkunft rückte immer wieder in den Fokus der Verantwortlichen. Tim Prahle
Investor gefunden

Neue Unterkunft für Obdachlose in Neubrandenburg

Ganz in der Nähe der jetzigen Obdachlosenunterkunft soll in den kommenden Monaten ein Neubau entstehen. In den nächsten Tag will ein Investor einen Bauantrag einreichen.
Neubrandenburg

Bis Anfang Oktober soll in Neubrandenburg ein neues Obdachlosenhaus gebaut worden sein und seinen Betrieb aufnehmen. Das hat Ordnungsamtsleiter Jörg Schmiedel während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Ordnung und Sicherheit bestätigt.

Bauantrag in der kommenden Woche

Der Investor, ein Neubrandenburger Unternehmer, will seinen Worten nach kommende Woche einen Bauantrag einreichen, um in unmittelbarer Nähe der jetzigen Obdachlosenunterkunft eine neue entstehen zu lassen. „Er zeigt sich optimistisch mit einer Fertigstellung zum 1. Oktober”, so Jörg Schmiedel.

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Das Obdachlosenhaus in Neubrandenburg ist in der Vergangenheit wegen seines baulichen Zustandes schon oft in den Blick von Verwaltung und Stadtvertretern gerückt. Seit längerem besteht Handlungsbedarf, weil die bestehende Einrichtung zwar funktioniert, sich aber doch mehr und mehr Handlungsbedarf auftut. Durch ein Interessenbekundungsverfahren war laut Jörg Schmiedel ein Investor gefunden worden, der einen Neubau errichten möchte.

Weniger Platz in der neuen Unterkunft

Damit einher soll auch ein verringertes Platzangebot gehen. Bisher werden 46 Plätze vorgehalten, künftig sollen es 26 sein. In der Regel würden 16 bis 22 Leute die Unterkunft nutzen, sagte der Ordnungsamtsleiter. Derzeit seien es eher 22 Leute aufgrund der Witterung. Die Verringerung der Plätze sei durch eine Bedarfsanalyse zustande gekommen. Immerhin sind im Haushaltsentwurf für 2022 rund 200.000 fürs Obdachlosenhaus veranschlagt.

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Die Stadt Neubrandenburg wolle sich im neuen Gebäude ab Herbst dann einmieten, zeigte Jörg Schmiedel den weiteren Weg auf – für einen hohen vierstelligen Betrag. Es habe sogar eine Anfrage aus der Stadt Waren bestanden, ob die dortigen Obdachlosen nicht auch in Neubrandenburg beherbergt werden könnten. Dies sei allerdings vom Tisch. Zu hoch seien offenbar die damit verbundenen Vorhaltekosten gewesen.

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