Corona-Schnelltest

Neuer Ansturm auf die Testzentren in der Seenplatte

Mit neuen Corona-Regeln nimmt die Arbeit der Teststellen wieder zu. Nach einer zuletzt niedrigen Nachfrage steigt der Bedarf wieder stark. Die Testzentrenbetreiber müssen nun schnell umschalten.
Im Bethanien Center gab es erst lange Schlangen vor dem Test – dann vor dem Impfzentrum.
Im Bethanien Center gab es erst lange Schlangen vor dem Test – dann vor dem Impfzentrum. ZVG
Beim Testzentrum in der Turmstraße müssen womöglich die Öffnungszeiten wieder erweitert werden. Foto: T.P
Beim Testzentrum in der Turmstraße müssen womöglich die Öffnungszeiten wieder erweitert werden, so der Betreiber und Apotheker Erik Schumacher. Tim Prahle/Archiv
Neubrandenburg

Der Testbedarf steigt im gesamten Landkreis wieder immens an. Vergangene Woche wurden kreisweit mehr als 8.400 Corona-Schnelltests durchgeführt. In der Woche zuvor waren es keine 3000, wie der Landkreis auf Anfrage mitteilte. Ohne Impfung braucht es derzeit einen Negativtest am Arbeitsplatz (3G), in immer mehr Lebensbereichen ist er zudem trotz Coronaimpfung oder -genesung von Nöten. Die Tests müssen derzeit von 47 Teststellen im gesamten Landkreis abgefangen werden, elf sind es in Neubrandenburg.

Schlag auf Schlag

Diese werden von dem neuen Ansturm kalt erwischt. „Man kriegt natürlich Kopfschmerzen“, sagt Erik Schumacher, der zu den ersten Testzentren-Betreibern der Stadt gehörte und in der Turmstraße noch immer geöffnet hat. Die vergangenen Monate seien dünn gewesen, die Mitarbeiterzahl hatte er angepasst, Menschen durften ohne Termin kommen. Nun gehe wieder alles Schlag auf Schlag. „Es gibt teilweise ordentlich Rückstau“, sagt Schumacher, Inhaber der Marien Apotheke. Trotz Termin könne es schon mal eine halbe Stunde dauern. Aus dem Testzentrum im Bethanien Center erfuhr der Nordkurier, dass Testwillige diese Woche bereits mehrere Stunden warten mussten.

Bei der Stadtambulanz in Altentreptow waren die Mitarbeiter auch schon lange vor der Einführung der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz mehr als ausgelastet. „Seit es die Tests wieder kostenlos gibt, ist die Nachfrage enorm gestiegen. Deshalb haben wir auch unsere Zeiten aufs Wochenende ausgeweitet, um dem großen Andrang zumindest ansatzweise gerecht werden zu können“, sagt der Verwaltungsleiter des Ärztehauses Oliver Wilk. Neben Antigen-Schnelltests bietet das Testzentrum der Stadtambulanz auch PCR-Tests an. Beides werde von den Treptowern verstärkt in Anspruch genommen.

Hin und Her macht Betreibern zu schaffen

Gerade die zwischendurch eingeführte Kostenpflicht und die geringe Nachfrage hatten einige Teststellen ihr Angebot einschränken oder ganz aufgeben lassen. Die Greif-Apotheke in Burg Stargard testet noch, bleibt aber derzeit bei der Kostenpflicht. Alles andere sei derzeit zu aufwendig.

Das Hin und Her macht den Betreibern offenbar zu schaffen. „Ich kann Arbeitnehmer mit einem Minijob nicht einfach länger beschäftigen“, sagt Apotheker Erik Schumacher, der nun wieder neue Mitarbeiter sucht. „Die PCR-Tests können wir nicht mehr lange anbieten“, sagt er. Dessen Auswertung dauere fünf Mal so lange wie der Schnelltest. Eine Hilfe wäre es, wenn der Landkreis nun ebenfalls reagierte. Etwa, indem das zentrale Abstrichzentrum in der Begonienstraße wieder geöffnet wird. „Wenn die Teststellen flexibel reagieren, erwarte ich das gleiche natürlich auch von den Behörden“, betont Schumacher.

Dazu: ▶ Lange Schlange beim Impfen im Neubrandenburger Bethanien-Center

Eine Übersicht der Teststellen in Neubrandenburg un der Seenplatte:
Kostenlose Corona-Schnelltests in der Seenplatte

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