Apotheken

Noch Interesse an Tests trotz Kostenpflicht?

Wer einen Corona-Schnelltest benötigt, muss ihn nun – mit wenigen Ausnahmen – aus eigener Tasche bezahlen. In Altentreptow und Umgebung variieren die Preise stark.
Seit dieser Woche muss für Corona-Schnelltests gezahlt werden. Damit die Struktur der Testzentren trotz sinkender Nachfra
Seit dieser Woche muss für Corona-Schnelltests gezahlt werden. Damit die Struktur der Testzentren trotz sinkender Nachfrage nicht zusammenbricht, verhandelt der Landkreis Seenplatte derzeit mit dem Land über eine Art „Fixkostenzuschuss“. Frank Molter
Altentreptow

Schon wenige Tage nach der Einführung der Kostenpflicht ist eingetreten, was viele Betreiber von Corona-Teststellen erwartet hatten: Die Zahl der durchgeführten Testungen geht auch rund um Altentreptow deutlich zurück. „Sonst hatten wir täglich bis zu zehn Personen, am Montag waren es nur zwei. Das wird sich jetzt vermutlich so fortsetzen“, wie ein Mitarbeiter der Schweden-Apotheke in Stavenhagen auf Anfrage erklärte.

Wer im Vorfeld online unter www.testbuchen.de einen Termin vereinbart, muss dort derzeit 14 Euro für einen Test auf Covid-19 bezahlen. Dabei werden alle notwendigen Daten digital übermittelt. Für diejenigen, die spontan in der Apotheke vorbeikommen, werden 16 Euro fällig, weil der Aufwand größer ist. Kinder unter zwölf Jahren, Schwangere und bis Ende des Jahres auch Jugendliche unter 18 Jahren werden allerdings nicht zur Kasse gebeten. Das gilt ebenso für Menschen, bei denen eine Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Gestiegene Impfquote drückt auch die Nachfrage

Wie teuer die Tests letztlich werden, muss sich unter den neuen Marktbedingungen erst noch zeigen. Zuletzt gingen Angebot und Nachfrage wegen der gestiegenen Impfquote zurück. Für die Anbieter ist es in erster Linie wichtig, weiterhin möglichst kostendeckend arbeiten zu können. Die Nutzung der Software, die Raummiete, das Personal und vieles drum herum, was auf den ersten Blick nicht ersichtlich sei, steckt schließlich im Preis mit drin. Pro Schnelltest gibt es vom Bund bislang 11,50 Euro. Solange der Bedarf noch da ist, wolle man das Testangebot in der Schweden-Apotheke aufrechterhalten. Die Rosenhof-Apotheke in Rosenow hingegen, die auch von Arne Sandström betrieben wird, bietet wegen mangelnder Nachfrage allerdings schon seit Juli keine Tests mehr an.

Auch beim Bürgertestzentrum der Altentreptower Stadtambulanz, das erst vor rund sechs Wochen eröffnet wurde, ist der Bedarf nach Angaben von Oliver Wilk immer mehr rückläufig. „Aktuell kostet ein Schnelltest 15 Euro. Wir werden sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt und dann entscheiden, ob sich der Aufwand noch lohnt“, betonte der Verwaltungsleiter des Ärztehauses gegenüber dem Nordkurier. Termine könnten weiterhin telefonisch unter 03961 255014 vereinbart werden.

Kostenpflicht für Corona-Tests umstritten

Im mobilen Testzentrum der Altentreptower Bärenapotheke wird vorerst ebenfalls weiter getestet, wie von einer Mitarbeiterin zu erfahren war. Hier liegt der Preis pro Test bei 12,50 Euro. Eine Anmeldung ist nach wie vor ausschließlich online unter folgendem Link möglich: https://apo-schnelltest.de/alms-apotheke.

Unmutsbekundungen von Kunden wegen der bundesweit geltenden Kostenpflicht seien den Betreibern der Teststellen bisher noch nicht zu Ohren gekommen. Dennoch gilt sie als umstritten. Nicht wenige befürchten dadurch einen weiteren Rückgang der Testkapazitäten. Jüngst hatte das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, zu dem auch das Altentreptower Krankenhaus gehört, die beschlossene Umstellung kritisiert, da sich auch geimpfte und genesene Personen mit dem Virus infizieren und somit Überträger sein könnten.

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Kommentare (5)

Auch mit dieser, auch wenn es hier nicht hingehört: Deutschland scheint ein Land zu sein, in der Fachkompetenz gefährlich für gewisse Leute ist

https://www.youtube.com/watch?v=qwjoP3vgSgQ

Das RKI hat ein Datenblatt für Inpfluenza-Impfung. Pro Jahr bis zu zehn Millionen Infizierte, bis fünf Millionen Krankschreibungen - das alles ohne Influenza-Tests. All die Jahre vor Corona lediglich Begleitinfos, die Grippetoten schätzte man, weil solch Virenzählspektakel, wie derzeit bei Corona, nur zu hysterischen und gesetzlosem Aktionismus führt. Hätte man die Grippetoten wie mit Coronatod gezählt, wären diese viel höher. Respirative Viren wird man nicht los, es sei denn man hört mit der Atmung auf.

allein schon das Bild mit diesem sinnlosen Schutz, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Hollywood hat ganze Arbeit der Massenverblödung geleistet. Frage an Diejenigen, die son Müll tragen, kommt ihr euch eigentlich nicht lächerlich vor?

Sie fragen also nun auch Ärzte und Pflegepersonal, warum sie diesen "Müll" tragen?

Ihre Aussage ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
Die komischen Seiten des Internets haben wirklich ganze Arbeit geleistet...

Jetzt mal ehrlich: wer geht sich denn testen lassen? Zum Verständnis - ich habe ich noch nie testen lassen und mir wird auch niemals jemand auf die Pelle rücken, um mich testen zu wollen.

Wozu braucht man das? Wer braucht das?

Zu den Preisen: von mir aus können die 1000 Euro für einen Test erwarten. Wer das bezahlt, wer überhaupt etwas bezahlt, insbesondere - wer sich (auch umsonst) testen lässt, hats eben nicht anders verdient.