BAHNHOF NEUBRANDENBURG

Nordstadt rückt dank Tunnel näher an die City

Für rund 18 Millionen Euro hat die Bahn die Mittelbahnsteige am Bahnhof modernisiert. Inklusive eines neuen Fußgängertunnels in Richtung Vogelviertel. Stadt und Bahn hegen noch weitere Pläne, um das Areal weiter aufzuwerten.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
DB-Projektleiter Andreas Kruse (1.v.l.), Bauleiter Daniel Niecke und Oberbürgermeister Silvio Witt durchschneiden das Band für den Tunneldurchstich am Nordausgang des Bahnhofs. 
DB-Projektleiter Andreas Kruse (1.v.l.), Bauleiter Daniel Niecke und Oberbürgermeister Silvio Witt durchschneiden das Band für den Tunneldurchstich am Nordausgang des Bahnhofs. Mirko Hertrich
Die Logos der Stadt und der Deutschen Bahn zieren den Nordausgang des Fußgängertunnels.
Die Logos der Stadt und der Deutschen Bahn zieren den Nordausgang des Fußgängertunnels. Mirko Hertrich
Der neue Nordausgang des Bahnhofstunnels ist über eine provisorische Straße an die Heidenstraße im Vogelviertel angeschlossen, eine zweite in Richtung Fasanenstraße soll folgen. Hier ist auch eine Parkanlage für Pendler geplant.
Der neue Nordausgang des Bahnhofstunnels ist über eine provisorische Straße an die Heidenstraße im Vogelviertel angeschlossen, eine zweite in Richtung Fasanenstraße soll folgen. Hier ist auch eine Parkanlage für Pendler geplant. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Heller, freundlicher, moderner und vor allem barrierefrei. Unter diesen Schlagworten lässt sich die Modernisierung der Mittelbahnsteige am Neubrandenburger Bahnhof zusammenfassen. Mit der Eröffnung eines 55 Meter langen Tunneldurchstichs gingen am Freitag mehr als zweijährige Bauarbeiten zu Ende. 18  Millionen haben diese gekostet. Und sie lagen im Zeit- sowie Kostenrahmen, das sei bei großen Projekten in Deutschland heute eher selten, freute sich der DB-Projektleiter Andreas Kruse, nachdem er zusammen mit Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) und Bauleiter Daniel Niecke von der Baufirma ITG das symbolische rote Band durchgeschnitten hatte.

Große Freude herrschte auch bei den Oberen von Stadtverwaltung und Stadtvertretung, die zu der Eröffnung in den neuen Fußgängertunnel gekommen waren. Oberbürgermeister Witt unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit des Projekts für die Infrastruktur in der Stadt. Das Bahnhofsumfeld habe sich in den vergangenen Jahren „sehr gut entwickelt“ und der Tunnel passe „wunderbar“ dazu. Er kündigte unter anderem an, dass ab dem nächsten Jahr die Heidenstraße, die jetzt über einen provisorischen Fußweg mit dem Nordeingang des Tunnels verbunden ist, saniert wird. Auch gebe es positive Signale der Bahn zur „Revitalisierung“ des Bahnhofsgebäudes (der Nordkurier berichtete). Unabhängig davon soll jetzt doch – zunächst interimsweise – eine öffentliche Toiletten-Anlage in der Umgebung des Busbahnhofs entstehen.

Im Mittelpunkt der Bauarbeiten seit August 2016 stand die Errichtung von zwei 140 Meter langen Mittelbahnsteigen, die über neun Treppen und vier Aufzüge zu erreichen sind. Kritiker wie Stadtpräsidentin Irina Parlow (Linke) monieren allerdings, dass die Bahnsteige zu kurz seien für den Halt von ICE-Zügen, sollte Neubrandenburg wieder ans Fernverkehrsnetz der Bahn ankoppelt werden. Wie von der Bahn zu erfahren war, können diese aber, falls nötig, erweitert werden. Dafür seien beim Bau die Voraussetzungen geschaffen worden, hieß es.

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