:

Parkgebühren unter dem Marktplatz werden steigen

Wer nur kurz einkaufen will, sollte sein Auto künftig in der Garage unter dem Marktplatz-Center parken. Langzeitparker hingegen kommen unter dem Marktplatz günstiger.
Wer nur kurz einkaufen will, sollte sein Auto künftig in der Garage unter dem Marktplatz-Center parken. Langzeitparker hingegen kommen unter dem Marktplatz günstiger.
Andreas Segeth

Die Stadt Neubrandenburg will pro Jahr 55 000 Euro mehr einnehmen. Bedenken einer geringeren Auslastung wurden ausgeräumt.

Die Preiserhöhung für die städtische Tiefgarage unter dem Marktplatz ist beschlossene Sache. Die Mehrheit der Neubrandenburger Stadtvertreter hat sich dafür ausgesprochen und Bedenken des Einzelvertreters Michael Nötzel vom Tisch gefegt. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, die Preiserhöhung lieber noch mal zu diskutieren. Er hege Zweifel daran, dass nach der Preisanhebung die gleich gute Auslastung wie bisher erreicht werde und befürchte, dass der „oberirdische“ Parksuchverkehr zunehmen könnte.

Im Rathaus habe man aber bereits gründlich alle Risiken und Nebenwirkungen abgewogen, versicherte Dirk Schwabe, Leiter des Städti-
schen Immobilienmanagements (SIM), den Stadtvertretern. Man verspreche sich demnach Mehreinnahmen in Höhe von 55 000 Euro. Und auch ein Parksuchverkehr werde durch die Preis-
anhebung sicher nicht produziert. Immerhin sei ein Parkplatz in der Tiefgarage immer noch preiswerter als ein Parkplatz außerhalb der Tiefgarage. Auch sei die städtische Tiefgarage nicht per se teurer als die Konkurrenz unter dem Marktplatz-Center. Denn die teureren Tarife gelten nur bis zu einer Parkdauer von vier Stunden. Ab sechs Stunden steht man unter dem Marktplatz wieder günstiger.

Darunter ist die Erhöhung allerdings wirklich saftig: Für eine Stunde zahlt man künftig 1 Euro statt wie bisher
50 Cent. Für zwei Stunden sind künftig 2 Euro fällig (bisher 1,10 Euro). Für drei Stunden zahlt man 3 Euro (1,80), für vier Stunden sind es 4 Euro (2,80) und für fünf Stunden 5 Euro (3,80).

 

Kommentare (3)

Da ist bei den Gebühren noch mehr drin. Es muss als Luxus gelten mit Auto im die Innenstadt zu fahren. Nur eine Ausnahme darf für Anwohner gelten. Es gibt genug Parkflächen außerhalb der Innenstadt und auch den ÖPNV.

Luxus sein Auto in die Innenstadt zu fahren. Dann könnten die Tiefgaragen wirklich schließen.

Wie der Leiter des Städtischen Immobilienmanagements der Stadt Neubrandenburg, Herr Schwabe, richtigerweise in der letzten Stadtvertretersitzung am 05.02.15 ausführte, wird die Parkgebühr zukünftig nicht mehr je abgebrochener Stunde berechnet, sondern in 30 Minutenzyklen. So auch in der Beschlussvorlage aufgeführt. Wer als 1 Stunde und 29 Minuten parkt, zahlt gerade nicht den Satz für 2 Stunden.