In Neubrandenburg kann man Parkgebühren jetzt per App zahlen.
In Neubrandenburg kann man Parkgebühren jetzt per App zahlen. Mirko Hertrich
Automaten

Parktickets in Neubrandenburg jetzt per App zahlbar

Das Parken in Neubrandenburg wird ein Stück weit moderner. Wer möchte, kann seit neuestem sein Parkticket über das Smartphone bezahlen – bis auf einen wichtigen Ort.
Neubrandenburg

Das lästige Suchen nach Kleingeld oder weite Wege zur Verlängerung der Parkzeit am Automaten können sich Autofahrer in Neubrandenburg jetzt ersparen. In der Innenstadt besteht jetzt auf städtischen Parkplätzen die Möglichkeit, Parkgebühren per Mobiltelefon zu zahlen. Dafür kooperiert die Stadt laut Verwaltung mit „smartparking“, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Parkscheinautomaten sind bereits mit entsprechenden Informationsaufklebern versehen.

Parkzeit verlängern oder stoppen

Voraussetzung für die Nutzung des Services ist der Besitz eines Smartphones oder zumindest Telefons. Denn den Parkvorgang starten Autofahrer per App, Anruf oder auch SMS, teilte der Anbieter mit. Wer die App herunterladen möchte, kann dies einfach tun, indem er oder sie den sogenannten QR-Code scannen und damit den Vorgang zum Herunterladen starten. Laut Anbieter kann man seine Parkzeit ganz nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfielen Überzahlungen oder auch Verwarngelder für Strafzettel.

Bezahlung in bar weiterhin möglich

Für den mobilen Service entstünden Zusatzkosten je nach Anbieter von zusätzlich 10 bis 20 Cent, erklärte Sven Kuhfeldt, zuständiger Sachbearbeiter beim Eigenbetrieb Immobilienmanagement. Das Bezahlen mit Bargeld sei aber natürlich weiterhin möglich. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte, den Service gebe es bereits in vielen Städten: „Und jetzt auch bei uns.“ „smartparking“-Parkmöglichkeiten werden unter anderem in Waren (Müritz), Stralsund, Rostock oder Berlin angeboten.

Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamts den Angaben zufolge durch einen Abgleich mit einem Online-System. „Sie geben einfach das Kennzeichen ein“, erläuterte Sven Kuhfeld. Die jeweiligen Parkautomaten können über eine eigene Nummer identifiziert werden. Nach den Worten des Sachbearbeiters wurde bewusst eine offene Plattform gewählt, um den Service möglichst bürgerfreundlich zu gestalten. Es stehen darüber sechs verschiedene Handyparken-Anbieter zur Auswahl.

In der Vier-Tore-Stadt wurden 31 Automaten mit dem entsprechenden Aufkleber ausgestattet. Parken mit Handyticket in der städtischen Tiefgarage am Marktplatz ist bislang noch nicht geplant.

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