Kommunalwahlen

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Parteien sitzen in den Startlöchern

Bei der Kommunalwahl geht es um die Vergabe von 43 Plätzen in der Neubrandenburger Stadtvertretung. Wählen dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren und Bürger aus weiteren EU-Ländern.
Bei der Kommunalwahl geht es um die Vergabe von 43 Plätzen in der Neubrandenburger Stadtvertretung. Wählen dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren und Bürger aus weiteren EU-Ländern.
Bernd Wüstneck

In gut sechs Monaten wird in Neubrandenburg die Stadtvertretung neu gewählt. Die Parteien bringen sich langsam inhaltlich und personell in Position. Die Grünen in Neubrandenburg wollen an die jüngsten Ergebnisse ihrer Partei anknüpfen.

Die Kommunalwahlen 2019 in Mecklenburg-Vorpommern werden voraussichtlich am 26. Mai stattfinden – zusammen mit den Wahlen zum Europäischen Parlament. Die Grünen in Neubrandenburg wollen den Rückenwind der jüngsten Wahlerfolge bei den Landtagswahlen nutzen und deutlich gestärkt in die neue Stadtvertretung einziehen.

„Es ist gerade ein absoluter Hype“, sagte Jutta Wegner, Sprecherin des Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte von Bündnis 90/Die Grünen. Jahrelang habe die Partei im Kreis konstant bei 70 Mitgliedern gelegen, jetzt seien es binnen kurzer Zeit 90 Frauen und Männer geworden. In Neubrandenburg habe sich die Mitgliederzahl sogar von 10 auf 20 verdoppelt. Grünen-Fraktionschef Nicolas Mantseris gab für die Kommunalwahl das Ziel aus: acht Prozent Stimmenanteil. Bei der Wahl vor fünf Jahren holten die Grünen 5,7 Prozent und damit drei Sitze in der Stadtvertretung.

Linke zielt auf „25 Prozent plus x“

Die Linksfraktion im Stadtparlament stellt sich ebenfalls schon für den kommenden Wahlkampf auf. Aus dem Urnengang 2014 war die Partei mit 28,0 Prozent und zwölf Sitzen als stärkste Kraft hervorgegangen, knapp vor der CDU, die 26,5 Prozent der Stimmen und elf Sitze holte. Fraktionsgeschäftsführer Dieter Kowalick nannte „25 Prozent plus x“ als Wahlziel. Aktuell sei die Partei dabei, Kandidaten für die Liste bei der Wahl zu gewinnen. „Das sieht auch positiv aus“, betonte Kowalick. Programm und Liste sollen spätestens Anfang 2019 stehen.

Bei den Christdemokraten arbeiten Stadtverband und Fraktion aktuell daran, am 5. Dezember das Wahlprogramm und die Listen „zu diskutieren und zu bestätigen“, wie der Neubrandenburger CDU-Fraktionsvize Hans-Jürgen Schwanke sagte. Für die Listenplätze gebe es sehr viele Interessenten. „Wir sind sehr zufrieden.“ Schwanke strebt persönlich an, dass die CDU bei der Kommunalwahl in Neubrandenburg „mindestens“ 30 Prozent holt.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung, Michael Stieber, erklärte, am 19. Januar 2019 wollten die Sozialdemokraten in der Viertorestadt ihr Programm und die Listen beschließen. Bei der
Findung für die Kandidaten „sind wir ganz gut dabei“. Die Liste sei auch offen für Nichtmitglieder. Auf die Frage zum Ziel für den Urnengang 2019 sagte Stieber: „Wir wollen immer besser werden.“ 2014 holte die SPD bei der Kommunalwahl in Neubrandenburg mit 21,6  Prozent neun Sitze. Die Antwort einer Anfrage des Nordkurier an die AfD Neubrandenburg, die aktuell zwei Sitze hat, war am Montag noch in der innerparteilichen Abstimmung.