Am Freitag wurde die letzte Bake an einem neuralgischen Verkehrsknotenpunkt Neubrandenburgs entfernt.
Am Freitag wurde die letzte Bake an einem neuralgischen Verkehrsknotenpunkt Neubrandenburgs entfernt. Mirko Hertrich
Baustelle ade

▶ Pferdemarkt-Kreuzung nach sieben Monaten wieder frei

Endlich wieder freie Fahrt: Am Freitag wurden die Bauarbeiten an der Pferdemarkt-Kreuzung auf dem Ring in Neubrandenburg beendet. Ein monatelanges Geduldsspiel ist nun vorbei.
Neujbrandenburg

Aufatmen bei den Autofahrern in Neubrandenburg. Nach gut sieben Monaten Bauzeit ist die viel befahrende Pferdemarkt-Kreuzung am Neubrandenburger Friedrich-Engels-Ring wieder frei. Verkehrsstaatssekretär Jochen Schulte gab am Freitag gemeinsam mit dem Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) und dem stellvertretenden Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, Andreas Herold, offiziell den Verkehr frei. Gemeinsam wurde die letzte Sperrbake nahe der Pferdemarkt-Kreuzung entfernt. Seit Mitte Mai waren dort auf einem rund 300 Meter langen Abschnitt die Fahrbahn sowie Nebenanlagen saniert worden. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon im November beendet sein.

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Der Abschluss der Bauarbeiten markiert nach über zehn Jahren auch das Ende der abschnittsweisen Sanierung des Friedrich-Engels-Rings. „Jetzt rollt der Verkehr wieder auf der wichtigen Verkehrsader im Zentrum der Stadt Neubrandenburgs”, sagte Jochen Schulte laut vorab verbreiteter Pressemitteilung. Die rund drei Kilometer lange Strecke sei runderneuert. Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sei der Weg auf dem Friedrich-Engels-Ring jetzt „bedeutend sicherer und bequemer geworden”.

Sanierung in fünf Phasen

Bis es so weit war, mussten die Verkehrsteilnehmer aber viel Geduld aufbringen. Die Sanierung in fünf Phasen machte Sperrungen von Fahrspuren notwendig, was zeitweise zu langen Staus und großen Umwegen über Umleitungen führte. Der Friedrich-Engels-Ring verbindet laut Ministerium die Bundesstraße B 104 von West nach Ost und umgekehrt sowie die Bundesstraße B 96 und die Landesstraße L 35 von Süd nach Nord und umgekehrt. Mit mehr als 30 000 Fahrzeugen am Tag gilt der mehrspurige Stadtring als die am meisten befahrene Kreuzung der Mecklenburgischen Seenplatte.

Auf Höhe des Pferdemarktes wurden während der Sanierung das komplette Leitungssystem durch die Neubrandenburger Stadtwerke ausgetauscht und die Fahrbahn sowie Fuß- und Radwege erneuert. Aufgrund der Witterungsverhältnisse in den vergangenen Wochen seien noch Restarbeiten zu erledigen, die sich bis in das Frühjahr 2022 ziehen werden, hieß es. Dazu zähle das Aufbringen der endgültigen Fahrbahnmarkierung nach den Wintermonaten.

Seit 2013 rund 14 Millionen Euro investiert

Seit 2009 hat das Straßenbauamt Neustrelitz nach eigenen Angaben den Ring Stück für Stück saniert. Parallel haben die Stadtwerke ihre Leitungen erneuert. Seit 2013 wurden laut Verkehrsministeriums knapp 14 Millionen Euro für Fahrbahnerneuerung des Neubrandenburger Rings investiert. Für die Erneuerung des letzten Bauabschnittes wurden rund 1,6 Millionen Euro in die Straßenbaumaßnahmen investiert. Die Baumaßnahme war eine Gemeinschaftsmaßnahme der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Straßenbauamt Neustrelitz, der Stadt Neubrandenburg sowie den Neubrandenburger Stadtwerken.

Mit der Aufhebung der letzten Sperrung sollte auch der Busverkehr wieder besser rollen. Nach Freigabe der Pferdemark-Kreuzung werden ab Freitagnachmittag um 15.30 Uhr die Stadtbusse wieder am Rathaus halten, wie die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe angekündigt hatten. Die während der Bauarbeiten eingerichteten provisorischen Ersatzhaltestellen am Schwanenteich bleiben an diesem Tag noch zusätzlich bestehen. Ab Samstag werden sie aber nicht mehr bedient.

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