Kommunalwahl
Philipp Amthor pocht in Neubrandenburg an Haustüren

„Herzliche Grüße von der CDU“: Für Kandidaten der Jungen Union bei der Kommunalwahl wie Steven Giermann (l.) machte Philipp Amthor in Neubrandenburg Haustürwahlkampf.
„Herzliche Grüße von der CDU“: Für Kandidaten der Jungen Union bei der Kommunalwahl wie Steven Giermann (l.) machte Philipp Amthor in Neubrandenburg Haustürwahlkampf.
Mirko Hertrich

Sie waren jung und wollten die Stimmen. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor ging in Neubrandenburg Klinken putzen – für Kandidaten der Jungen Union zur Kommunalwahl.

„Sie sind doch der aus Böhmermann“, wird der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor mit Blick auf einen seiner jüngsten TV-Auftritte begrüßt, als sich die Haustüre eines schmucken Neubrandenburger Einfamilienhauses öffnet. Der 26-Jährige, aktuell jüngster CDU-Bundestagsabgeordneter, ist auf Haustürwahlkampf in der Viertorestadt. Allerdings nicht für sich selbst, sondern für die Junge Union (JU) Mecklenburgische Seenplatte zur Kommunalwahl am 26. Mai. Dabei unterstützt er den 21-jährigen Steven Giermann, der im Wahlbereich 2 auf einem sehr aussichtsreichen Listenplatz antritt, sowie den 30 Jahre alten Björn Bromberger, der die CDU-Wahlliste im Bereich 3 anführt.

„Beide haben mich gefragt, ob ich sie unterstützen kann, und da habe ich sofort zugesagt“, erzählt Amthor, während er – wie stets akkurat gekleidet und penibel gescheitelt – zusammen mit Lehramtsstudent Giermann auf dem Bethanienberg von einer Haustür zur nächsten zieht. Zuvor war er mit Bromberger, der Geschäftsführer beim Sportclub Neubrandenburg (SCN) ist, im Stadtteil Broda unterwegs. „Das ist unser Wahlkampfauftakt“, betont der JU-Kreisvorsitzende Giermann, dessen Verband bei der Mitgliederversammlung in Altentreptow Ende März rund 20 Kandidaten ins Rennen bei der Kommunalwahl geschickt hat.

Bei seinem Wahlkampf 2017 setzte auch Amthor, der etwa über TV-Talkrunden sowie besagte Satireshow „Neo Magazin Royale“ mit Jan Böhmermann größere Bekanntheit erlangte, auf Haustürwahlkampf. 15 000 Haushalte hat er dabei nach eigenen Worten abgeklappert: „Dabei wird man ausgewiesener Experte für verschiedene Haustüren, Klingelmelodien und Briefkästen.“

„Herzliche Grüße von der CDU“, bestellt Amthor jedes Mal mit einem Schwiegersohnlächeln, falls sich die Haustür öffnet. „Ich stehe am 26. Mai zwar nicht zur Wahl, aber die CDU hat gute Leute“, verweist der Bundestagsabgeordnete dann etwa auf den neben ihm stehenden Steven Giermann, der den teils etwas argwöhnisch schauenden, aber meist freundlichen Neubrandenburgern kurz einen Flyer in die Hand drückt. Nur selten geht die Haustür gleich wieder zu. Teils entspinnt sich eine längere Diskussion – etwa über die CDU-Flüchtlingspolitik oder die AfD.

„Man will die Leute ja nicht vollquatschen, aber wenn sie reden wollen, macht man auch das gerne“, erläutert der CDU-Politiker. Beim Haustürwahlkampf bereitet es dem teils etwas steif wirkenden, aber rhetorisch sehr gewandten Juristen vor allem Spaß, den direkten Kontakt zum Wähler zu bekommen, auch um „Bodenhaftung“ zu behalten. „Dabei ist eine Grundfreundlichkeit wichtig“, erzählt der gebürtige Ueckermünder. Giermann pflichtet bei: „Bislang hat uns noch keiner vom Hof gejagt.“

Kommentare (6)

Viel Erfolg beim Vermehren erworbener Erkenntnisse! Vielleicht findet die CDU wieder zur Bevölkerung zurück. Nach den viertelstündigen Applaus für Frau Merkel auf verschiedenen Parteiveranstaltungen, glaubte ich nicht mehr daran.

Sicherlich freuen sich die Eigenheimbauer auf dem Bethanienberg über den Besuch. Nur das sind die wenigen den besser geht. Der richtige Wahlkampf beginnt weiter unten in den Mietskasernen. Dort wo die Probleme mit Ausländern beginnen. Dort können sie dann auch die Integration prüfen, oder anders ausgedrückt wo das Geld versandet.

in den von Ihnen beschriebenen "Mietskasernen" sind sicherlich eine Menge Probleme, aber hier einzig "die Ausländer" zu nennen ist viel zu einfach... als langjähriger Bewohner des Reitbahnviertels muss ich sagen, dass mir die blonden mit Jogginghose und Pitbull "bewaffneten" "Hei. Hitl.. " schreier, die auch gerne mal mit Blumenpötten von Balkonen schmeißen u. ä. wesentlich mehr Sorge bereiten

für die "Einortung" in Neubrandenburg. Hatte ich mich doch geirrt; Symbolpoltik für die Besserverdiener! Oder sind die Unionspolitiker auch andererorten gesichtet worden?

nicht klingeln sieht aus wie einer von zeugen jehovas oder jemand der von körperlicher arbeit nicht's versteht hunde sind auf anzugträger fixiert beim nachbarn im haus bitte auch nicht leuten:-))

Die klingeln nicht mehr, sondern die Spinner Jehovas stehen nur noch dumm herum mit den Plakaten gegen die Evolutionstheorie.