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Pionier weckt Erinnerungen an Kurbel und Kaffeeschrot

Ein Blick in die „Zentrale“ eines Pionier: Alois Ewald (m.) hat so einen Traktor in den 50er Jahren selbst gefahren und seinen Sohn Hans-Peter (l.) mit der Technik-Begeisterung angesteckt. Auch Manfred Strebe kennt den Pionier von früher. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

VonAnke BraunsZum Jubiläum trafen sich Oldtimerfreunde noch mal am Pfingstwochenende. Im nächsten Jahr soll ein neuer Termin ausprobiert werden.Burg ...

VonAnke Brauns

Zum Jubiläum trafen sich Oldtimerfreunde noch mal am Pfingstwochenende. Im nächsten Jahr soll ein neuer Termin ausprobiert werden.

Burg Stargard.Es ist schon über 50 Jahre her, aber Alois Ewald kann beim Blick unter die Motorhaube des Pioniers noch alles aus dem FF erklären, sieht sofort, welche Bauteile verändert wurden. In den 50er Jahren ist der Grammentiner auf der Maschinen-Traktoren-Station (MTS) mit so einem Traktor gefahren. „Angekurbelt wurde er auf Benzin und wenn der Motor lief, musste man auf Diesel umschalten“, erzählt er. Der Kühler sei öfter mal kaputt gegangen, aber mit etwas Kaffeeschrot habe er noch bis nach Hause gehalten, gibt Alois Ewald zum Besten. Sein Sohn Hans-Peter, obwohl eine Generation jünger, kennt sich ebenfalls gut mit der alten Technik aus. „Hat abgefärbt“, gibt er zu.
Für zahlreiche Oldtimerfans ist das Pfingstwochenende eine feste Adresse, um sich in Burg Stargard an der Flachsröste an alten Fahrzeugen satt zu sehen. Etwas lichter als in vergangenen Jahren schien es beim zehnten Oldtimertreffen auf dem Gelände zu sein. Ein Eindruck, den Senta Meyer vom IFA-Landesverband aber nicht bestätigt. Sie sei zufrieden mit der Zahl der Teilnehmer, es verliere sich nur etwas auf dem großen Areal, außerdem seien immer auch Gäste mit ihren Oldtimern unterwegs. So wie zur Rundfahrt am Freitagabend durch Neubrandenburg. Bis auf eine Panne habe alles super geklappt, erzählt sie. „Fast überall standen Leute an den Straßen, da können wir nur Riesen-Dank sagen.“
Angesichts der Gewittervorhersage am Sonnabend habe man leider weniger Gäste gehabt, so Senta Meyer. Aber am Sonntag kamen mit der Sonne auch wieder mehr Besucher. Der Verein hatte den Tag zum Familientag mit Kinderbeschäftigungsmöglichkeiten und Musik gemacht. Im nächsten Jahr will der IFA-Landesverband aber mal einen anderen Termin ausprobieren. Zu Pfingsten gebe es inzwischen sehr viele Veranstaltungen, begründet Senta Meyer.
Wege scheuen die Oldtimer-Freunde jedenfalls nicht. Uwe Schulz kam aus Anklam mit seinem Enkel, der Trabis mag. „Ich liebe Chrysler“, sagte Uwe Schulz und fand auch einige Exemplare seiner Lieblingsmarke. Manfred und Irmgard Strebe aus Neustrelitz waren unter anderem auf der Suche nach Autos, die sie selbst mal hatten und wurde natürlich fündig bei Trabant und 311-er Wartburg. Manfred Strebe entdeckte sogar einen GAZ-69. So einen russischen Geländewagen hatte er in den 50er Jahren bei der Armee – mit Funkstation.

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a.brauns@nordkurier.de