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Plädoyers im Prozess um Korruption bei Landesbetrieb erwartet

Es geht um 167 Fälle von Untreue und 24 Bestechungsfälle beim Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften. Der Schaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt.
dpa
Ob es am Nachmittag auch zu einer Urteilsverkündung kommt, war zuletzt noch nicht klar.
Ob es am Nachmittag auch zu einer Urteilsverkündung kommt, war zuletzt noch nicht klar. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Der Prozess um einen schweren Korruptionsfall beim Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) ist am Montag am Landgericht Neubrandenburg fortgesetzt worden. Am dritten Prozesstag sollten erst die Plädoyers beider Seiten gehört werden, am Nachmittag könnten die Urteile fallen.  Angeklagt ist ein 35-jähriger Ex-Mitarbeiter des BBL, dem Untreue in besonders schwerem Fall und Bestechlichkeit vorgeworfen wird.

Er hatte gestanden, zwischen 2012 und 2017 Rechnungen für einen bekannten Bauunternehmer so manipuliert zu haben, dass dem Bund ein Gesamtschaden von rund 500.000 Euro entstand. Zudem hatte er fast 200.000 Euro an Bestechungsgeld bekommen. Dem Bauunternehmer wird Beihilfe zur Untreue und Bestechung vorgeworfen.  Der Ex-BBL-Mitarbeiter betreute nur Immobilien und Baustellen des Bundes. Die Korruption flog zufällig auf, weil Bankmitarbeitern 2017 eine sehr hohe Einzahlung des 35-Jährigen ominös vorkam.

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