LANDWIRTSCHAFT

Pläne für neue Kuhställe stoßen auf Zustimmung

Ein Landwirt hat seine Pläne für den Bau mehrerer Kuhställe am Rande von Friedland vorgestellt - und konnte überzeugen.
Arne Gunnink (2. v.r., hier im Gespräch mit Landwirt Hans-Albrecht Witte) konnte sich über viel Interesse freuen.
Arne Gunnink (2. v.r., hier im Gespräch mit Landwirt Hans-Albrecht Witte) konnte sich über viel Interesse freuen. Tim Prahle
In einer extra angesetzten Bauausschusssitzung stellte Arne Gunnink sein Projekt vor.
In einer extra angesetzten Bauausschusssitzung stellte Arne Gunnink sein Projekt vor. Tim Prahle
Friedland.

Arne Gunnink wirkte mit dem Verlauf des Abends sehr zufrieden. Der Landwirt aus Roga, der nahe des Friedländer Gewerbegebiets mehrere Kuhställe bauen möchte, hatte in einer extra angesetzten Bauausschusssitzung zuvor sein Projekt vorgestellt. Mit einer Präsentation, die auf das, was da kommen soll, gut ankam. Ein 3-D-Modell sowie eine Kamerafahrt durch die virtuelle Anlage hinterließen Eindruck.

Die große, moderne und sich selbst versorgende Milchviehanlage mit drei Ställen und 16 Melkrobotern soll Heimat für insgesamt 1125 Kühe und 830 Jungrinder werden. Schon im Februar möchte die von Gunnink und Geschäftspartner Klaas Klein geführte Friedland Dairy GmbH den Bauantrag stellen. Im nächsten Jahr könnte dem Vernehmen nach gebaut werden. „Es kommt auch immer ein wenig auf die Behörden an“, sagte Gunnink zu einer Einwohner-Frage.

Bürger stellen Fragen

Davon gab es einige an diesem Abend. „Aber vor allem sehr konstruktive“, freute sich Gunnink im Anschluss. Die Einwohner hätten jedes Recht darauf zu erfahren, was für das Gelände zwischen Biogasanlage und Gewerbegebiet vorgesehen ist – auch wenn das Unternehmen auf der eigenen Fläche nicht einmal auf eine Zustimmung der Stadtvertreter angewiesen wäre. Die Friedländer nutzten die Chance. Rund 40 Einwohner, Stadtvertreter und Ortsvorsteher folgten dem Aufruf. Was passiert mit der anfallenden Gülle? Wie wird sichergestellt, dass das Trinkwasser nicht belastet wird? Welche Mehrbelastungen kommen auf die Bürger zu?

Der Landwirt und sein Referent Taeke Aalbert konnten zumeist beruhigen und erhielten darüber hinaus noch Unterstützung landwirtschaftlich versierter Besucher. So sind die Auflagen für den Schutz von Trinkwasser sehr hoch, zudem – wie Bürgermeister Wilfried Block erläuterte – komme das Trinkwasser aktuell aus einer ganz anderen Richtung, nämlich aus Genzkow.

Gute Voraussetzungen

Der anfallende Kuhdung soll zu 100 Prozent in der nahen Biogasanlage verwertet werden – der dort wegfallende Mais komme wiederum den Rindern zugute. Dazu eine Verkehrsbelastung von nicht einmal sechs Lkw am Tag, denn das Grünfutter kommt von den nahe gelegenen Flächen. Die nächsten Wohnhäuser stehen 500 bis 700 Meter weit weg, die Windrichtung stimme auch. Zudem konnte Gunnink versichern, dass die Anlage nicht der erste Schritt vieler weiterer Anbauten ist. „Wir wollen in Roga schon nicht erweitern, weil die Belastung dann tatsächlich zu groß wäre“, erläuterte der Milchbauer.

Nicht zuletzt sollen auch die Einwohner direkt etwas von dem Projekt haben. Die Milchtankstelle und Stallführungen sollen, wie Gunnink es nennt, „Friedland und die Landwirtschaft wieder etwas näher zusammenführen“.

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