WINDKRAFT

Pläne für neue Riesen-Windräder an der A20

Am höchsten Punkt 241 Meter! So hoch könnten die Rotorblätter neuer Windräder nordöstlich von Neubrandenburg werden. Noch sind es nur Pläne eines Unternehmens, aber die betroffenen Gemeinden wehren sich.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
Und das sind nur die kleinen Anlagen: Dass im Treptower Land bald noch höhere Windräder stehen könnten, bringt
Und das sind nur die kleinen Anlagen: Dass im Treptower Land bald noch höhere Windräder stehen könnten, bringt die Betroffenen Anwohner in umliegenden Gemeinden auf die Palme. Stefan Sauer
Altentreptow.

Der Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) in Neubrandenburg, Christoph Linke, will beruhigen: „Es ist ein sehr frühes Stadium, weit davor, das gemeindliche Einvernehmen herzustellen“. Noch sei kein Antrag gestellt, um zehn Windräder im Windeignungsgebiet „Altentreptow Ost“ durch sechs neue zu ersetzen. Repowering heißt es bei den Fachleuten.

Neue Windräder doppelt so hoch

Vorerst gehe es nur um eine vorsorgliche Unterrichtung, welche Unterlagen beizubringen wären, wenn das Unternehmen wpd Windpark seinen Plan umsetzen möchte. Die wpd Windparkgesellschaft würde gern ihre zehn Windräder mit einer aktuellen Nabenhöhe von 80 Metern und einer Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze von rund 120 Metern durch sechs wesentlich größere Anlagen ersetzen. Die Nabenhöhe würde dann 166 Meter und die Gesamthöhe 241 Meter betragen.

Gemeinden laufen Sturm

Harms Frese, Bürgermeister der Gemeinde Grischow, kommt zu dem Schluss: Die Gemeinde werde so einem Bauvorhaben nicht zustimmen. „Die Windgeräusche, die Dauerbeleuchtung sowie an manchen Tagen Schlagschatten würden eine Einschränkung der Lebensqualität und auch eine Wertminderung der Grundstücke nach sich ziehen“, begründet er die Ablehnung. Genauso argumentiert der Bürgermeister der Gemeinde Grapzow, Berno Heidschmidt. Die unmittelbar „Betroffenen“ sagen also eindeutig Nein zum Bauvorhaben und zum Repowering. Immer höhere Windräder dürften nur mit einem größeren Mindestabstand von 1000 Meter genehmigt werden. „Es ist für die Anwohner nicht mehr zumutbar, dass vorhandene Windeignungsgebiete mit einem derartigen Repowering zu einer immer größeren Belastung werden“, so begründen die Grapzower ihre Ablehnung.

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Kommentare (7)

werden diese zurückgebaut oder bleibt der Betonschrottt im Erdreich. Außerdem würde mich mal interessieren wie viel Prozent diese Dinger ausgelastet sind, wenn hier Prozentsätze unter 80 Prozent vorliegen , sind neue Windkraftanlagen eigentlich unsinnig und überflüssig, denn laut Grundgesetz dürfen Umwelt und Landschaft nicht unnötig verbraucht werden. Ist es nicht sinnvoller erst einmal eine Infrastruktur zu schaffen, die eine Lieferabnahme von 80% garantiert. Ich darf ja mit meinem Dreckigen Auto auch nicht in die Innenstädte fahren. Die Grünen argumentieren immer mit der Roten Ampel, an der wir alle stehen bleiben sollen, also sollte es auch Rote Ampeln für die Windkraftlobby geben und die heißt Auslastung und Umweltschutz!

..., aber wen interessiert das? Und wer liest das hier ganz unten auf der Seite? Auch das hat System...

... leider kann ich den betroffenen Bürgern und Bürgermeistern keinerlei Hoffnung machen. Das gemeindliche Einvernehmen interessiert Niemanden. Unser gemeindliches Veto sowie das des Landkreises wurden einfach per ministeriellem Erlass ausgehebelt. Die hohen Räder werden kommen, der Abstand wird egal sein. Es ist zum Verzweifeln. Aber das Geld siegt immer...

kann für die Anlieger auch Entlastung bedeuten.
In der Regel wird beim Repowering die Anlagenzahl reduziert. Die größeren Anlagen sind geräusch- und körperschallärmer.
Es sind die aktuell geltenden Normen bezüglich Lärm und Mindestabständen einzuhalten.
Eine pauschale Ablehnung erhält zwar den gegenwärtigen Status, vergibt aber Chancen auf Verbesserung der Situation.

"Eine pauschale Ablehnung erhält zwar den gegenwärtigen Status, vergibt aber Chancen auf Verbesserung der Situation."

Das ist gängige Politik bei fast allen anderen Kraftwerkstypen.

Neben den fraglichen Verbleib der Fundamente, ist auch das Recycling der umweltschädlichen Rotorenblätter sehr aufwendig und wird wohl in riesigen Deponien für diese enden.

der Rotorenblätter erfolgt durch thermische Verwertung = Verbrennung. In der Zementproduktion kann noch der Glasanteil verwertet werden.
Die Rotorenblätter sind im Übrigen genauso "umweltschädlich" wie Spielplatzrutschen, Ruderboote, Duschwannen und mittlerweile viele Fahrzeugkarosserieteile, besteht alles aus GFK.

Grundsätzlich ist Windenergieerzeugung in windarmen Regionen eher ein kleiner Beitrag zur "Energiewende". Auf dem windreichen Meer sind Windkraftparks ein Super-Standort. Meines Wissens liegt die Region Altentreptow nicht am Meer.