Wettbewerb ausgelobt

Plan für Freifläche in der Neubrandenburger Oststadt

Die Neuwoges hat inhaltliche Vorstellungen entwickelt, was der Neubau enthalten soll. Jetzt wird über einen Architektenwettbewerb nach Gestaltungsideen gesucht.
Jörg Franze Jörg Franze
2015/16 wurde dieser Elfgeschosser in der Oststadt abgerissen. Seitdem ist dort eine Fläche frei. 
2015/16 wurde dieser Elfgeschosser in der Oststadt abgerissen. Seitdem ist dort eine Fläche frei. Susanne Schulz/NK-Archiv
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Neubrandenburg.

Die Oststadt soll im Juri-Gagarin-Ring und damit in zentraler Lage ein neues Gebäude vor allem mit barrierefreien Wohnungen, aber auch mit mehreren Pflege-Wohngemeinschaften bekommen. Die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) hat einen europaweiten Architektenwettbewerb gestartet, um Gestaltungsideen für einen Komplex zu sammeln, der auf einer freien Fläche zwischen Ikarus- und Niels-Stensen-Straße westlich des Lindetalcenters entstehen soll. Der Baubeginn für das Haus ist nach Angaben von Neuwoges-Sprecher Matthias Trenn für 2020 geplant.

Im Oktober 2015 hatten Baufirmen an dieser Stelle im Auftrag der Neuwoges mit dem Abriss eines langgestreckten Elfgeschossers mit insgesamt 199 Wohnungen begonnen. Ein Bagger trug das rund 35 Meter hohe Gebäude Stück um Stück ab, auf eine durchaus in Betracht gezogene Sprengung war aus Sicherheitsgründen verzichtet worden. Der Rückbau des 1974 gebauten Hauses vom DDR-Typ WBS 70 endete vor knapp zwei Jahren. Seitdem hatte die Neuwoges nach eigenen Angaben verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Areals geprüft.

Mindestens 50 barrierefreie Wohnungen sollen entstehen

Das jetzt geplante Gebäude soll unter anderem eine Kindertagesstätte und mindestens 50 barrierefreie Wohnungen, ein Teil davon rollstuhlgerecht, enthalten. Zudem seien in Zusammenarbeit mit dem Pflegeheim in der Oststadt, das zum Neuwoges-Konzern gehört, mindestens acht stationäre Hausgemeinschaften für jeweils zehn bis zwölf Personen geplant. Generell soll das neue Haus viele Möglichkeiten für ältere und pflegebedürftige Menschen bieten, um möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben zu können.

Die ambulante Pflege durch Pflegedienste, eine kombinierte Tages- und Nachtpflegeeinrichtung sowie zwei ambulante Wohngemeinschaften sind deshalb ebenfalls vorgesehen. Direkt im Haus soll es zudem ein Angebot an Dienstleistern, also Bäcker, Frisör, Physiotherapie, Hausmeister und Reinigungsservice sowie ein Nachbarschaftscafé geben.

Der Architektenwettbewerb für die Planungsleistung ist mit einem Preisgeld von 108.000 Euro dotiert. Eine fünfköpfige Jury mit Stadtplanern und Architekten sowie Neuwoges-Geschäftsführer Frank Benischke soll die Vorschläge bewerten. Die Preisträger würden im September öffentlich geehrt, außerdem sei eine Ausstellung der eingereichten Ideen geplant.

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