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Platz vorm Treptower Tor entsteht ab Herbst

Entlang der Treptower Straße sollen Autos in naher Zukunft nicht mehr längst, sondern quer geparkt werden. Aber bis die Umbaupläne umgesetzt werden können, wird es wohl noch ein bisschen dauern.
Entlang der Treptower Straße sollen Autos in naher Zukunft nicht mehr längst, sondern quer geparkt werden. Aber bis die Umbaupläne umgesetzt werden können, wird es wohl noch ein bisschen dauern.
Anke Brauns

Bald erwacht die ehemalige Fischerstraße zu neuem Leben. Da soll die Treptower Straße nicht hintenan stehen. Die Pläne zur Umgestaltung sind noch nicht baureif, aber Fördermittel sind schon bewilligt. Erst ist allerdings der Platz vorm Tor dran.

Treptower-Tor-Platz soll er heißen – soviel scheint schon mal sicher. Aber wie genau die Fläche vor dem Tor mit einem Teil des Regionalmuseums und dem Café „Zollhaus“ mal aussehen wird, darüber wird bei der Stadt und der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft (KEG) noch beraten. Die Gestaltung des Platzes ist der erste Bauabschnitt zur Neugestaltung der Treptower Straße bis zur Kreuzung Dümperstraße. Rund 1,1 Millionen Euro wird das Projekt insgesamt kosten. Das Land unterstützt das Vorhaben mit knapp 600 000 Euro aus Städtebaufördermitteln, wie das Wirtschaftsministerium jetzt mitteilte. KEG-Geschäftsführer Thomas Riemer schätzt aber, dass die Platzgestaltung frühestens im Herbst beginnen kann.

Zuerst wird wohl neben dem Tor gebuddelt, wenn ab dem Frühjahr in der dort abzweigenden Fischerstraße einige mehrgeschossige Wohnhäuser und eine Gaststätte entstehen. Wegen des Museums und der Gastronomie werden Parkplätze wichtiger Bestandteil des neuen Platzes sein. Wie viele Stellflächen entstehen, sei aber auch noch in der Diskussion, so Riemer.

Insgesamt seien in diesem Teil der Treptower Straße etwa 70 Parkplätze vorgesehen. Entlang der Straße selbst soll künftig nicht mehr längs, sondern quer geparkt werden. Der Platz gibt das her, so dass die Straße mit sechs Metern Breite dann immer noch breit genug für die Innenstadt sei und auch die Fußwege großzügig bleiben. „Der Straßenraum in der Treptower ist insgesamt 28 Meter breit, das nimmt man gar nicht so wahr, wahrscheinlich auch durch die Bäume“, macht er deutlich. Bevor es losgeht, soll es Versammlungen für die Anwohner geben.

Weitere Grundstücke werden ausgeschrieben

Die Umgestaltung der Straße selbst steht in diesem Jahr noch nicht auf der Tagesordnung und das hängt mit den anstehenden Arbeiten in der Krämerstraße zusammen. „Da werden in diesem Jahr alle Versorgungsleitungen erneuert. Damit das Quartier dann nicht ganz abgehängt ist, bauen wir die Treptower Straße noch nicht“, sagt Thomas Riemer.

Er erwartet, dass auch die Bebauung der Eckgrundstücke in der Krämerstraße nicht mehr lange auf sich warten lässt. Ende März wolle man zudem die Grundstücke zwischen den Ecken ausschreiben. Auch diese Filetstücke werden sicher weggehen wie warme Semmeln und man darf sich bald auf interessante neue Architektur freuen. „Die Architekten sind sehr unterschiedlich herangegangen. Es werden ganz moderne Elemente, aber auch Elemente zu sehen sein, die zum Teil stadtbildprägend sind“, weiß er zumindest über die Eckhäuser, die schon stattliche Größe haben werden. „Wir bauen ja kein Eigenheimgebiet.“