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Am Dienstag nach dem Großbrand sind die Spuren noch deutlich gesehen. In den kommenden Tagen wird beraten, wie das Gelände beräumt wird. Mirko Hertrich
Brandstiftung

▶ Polizei bittet Zeugen um Bildmaterial nach Bootsschuppenbrand

Nach dem verheerenden Großbrand in Neubrandenburg ruft die Polizei Zeugen auf, Fotos und Videos einzusenden. Inzwischen gehen die Ermittler von Brandstiftung aus.
Neubrandenburg

Fünf Tage nach dem verheerenden Großbrand in einer Neubrandenburger Bootschuppenanlage ruft die Polizei Zeugen auf, Fotos und Videos des Einsatzes zur Verfügung zu stellen. Bei dem Feuer waren nach neuesten Angaben der Polizei 60 Parzellen und mehrere Boote ganz oder teilweise zerstört worden. Der Gesamtschaden wird auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Nach Rücksprache mit einem Brandursachenermittler geht die Kriminalpolizei inzwischen von Brandstiftung aus.

Der erste Notruf ging am Donnerstag, 5. Mai gegen 4 Uhr morgens ein. Viele Geschädigte, Anwohner und Passanten hätten den darauf folgenden Einsatz der Feuerwehr beobachtet, fotografiert und gefilmt, wie ein Polizeisprecher am Dienstag erklärte. „Die Polizei bittet jeden, der sich vor Ort befunden hat und Aufnahmen gemacht hat, diese den Ermittlern der Kriminalpolizei zur Verfügung zu stellen”, so der Sprecher.

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Kontaktadresse

Dabei gehe es insbesondere um Aufnahmen vom Einsatzbeginn bis etwa 8 Uhr. Die Polizei nimmt das Material unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder nach persönlicher Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0395/55820 entgegen.

Oberbach wieder freigegeben

Für die Schifffahrt wurde der Oberbach am Dienstagnachmittag durch die Untere Wasserbehörde wieder freigeben, teilte die Stadt dem Nordkurier am Nachmittag mit. Der Zufluss zur Tollense war nach dem Brand zunächst bis Dienstag für sämtliche Bootsfahrten sowie Paddelsportler gesperrt worden. Die vier Ölbarrieren, die auf dem Bach unter- und oberhalb der Brandstelle ausgelegt wurden, sollten von der Feuerwehr mit einem Boot entfernt werden.

Auf dem Oberbach trainieren Profi- sowie Freizeitsportler wie etwa Kanuten oder Dachenbootsportler. Motorboote nutzen ihn für die Zufahrt zum Tollensesee. Das Gelände der abgebrannten Bootsschuppen bleibt bis auf Weiteres für die Pächter gesperrt. In den kommenden Tagen soll darüber diskutiert und entschieden werden, wie mit der schwierigen Beräumung und einem möglichen Wiederaufbau verfahren wird.

Erklärung von Polizeisprecher Alexander Gombert am Morgen nach dem Großbrand:

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