GEWALTTAT IN NEUBRANDENBURG

Polizei fasst mutmaßliche Schlagstock-Prügler

Der brutale Übergriff auf zwei Jugendliche am Neubrandenburger Busbahnhof hatte für Entsetzen gesorgt. Jetzt hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter gefasst.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Am Neubrandenburger Busbahnhof kam es zu der brutalen Attacke.
Am Neubrandenburger Busbahnhof kam es zu der brutalen Attacke. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Nach der Schlagstock-Attacke auf zwei Jugendliche am Neubrandenburger Busbahnhof am 4. August konnte die Polizei nun die beiden mutmaßlichen Täter ermitteln. „Es handelt sich um zwei 15-Jährige, die allerdings noch nicht zu den Vorwürfen gehört wurden. Sie müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten“, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Aus ermittlungstaktischen Gründen nannte die Sprecherin nicht die Nationalität der beiden Verdächtigen, allerdings solle es sich tatsächlich um zwei junge Männer südländischen Aussehens handeln - so wie es ursprünglich von Zeugen angegeben wurde.

Die beiden Angreifer sollen ihren späteren 15 und 17 Jahre alten Opfern zuvor schon in einem Bus der Linie 2 getroffen haben. Möglicherweise hatten sie es auf Streit abgesehen. „Zeugenaussagen zufolge hätten sie die Geschädigten die ganze Fahrt über intensiv beobachtet“, so eine Polizeisprecherin.

Täter durch Videoaufzeichnung im Stadtbus identifiziert

Anhand der Videoaufzeichnung im Stadtbus konnten die jungen Männer schließlich identifiziert werden. An der Station Lindenberg seien die Tatverdächtigen ausgestiegen. Eines der Opfer soll den Beschuldigten dann eine beleidigende Geste gezeigt haben.

Die Beschuldigten hätten nach dieser Geste daraufhin versucht, zurück in den Bus zu steigen, was ihnen aber nicht gelang, da dieser bereits anfuhr und die Tür schon geschlossen war. Die beiden Opfer wollten später am Busbahnhof umsteigen, als sie zufällig wieder auf die beiden Tatverdächtigen stießen, die mit einem Teleskopschlagstock auf sie losgingen.

„Der Busfahrer hatte die Prügelei bemerkt und ist dazwischen gegangen“, heißt es von der Polizei, die sich nachträglich für das couragierte Verhalten des Fahrers bedankt. Der 15-Jährige und sein Schulfreund trugen schwere Prellungen und Schnitzverletzungen davon und mussten ambulant im Neubrandenburger Klinikum behandelt werden. Mittlerweile geht es ihnen wieder gut, wie der Vater des einen Opfers auf Nachfrage bestätigte.

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