Brandstiftung
Hallen-Anbau in Neubrandenburg vermutlich angezündet

Der Anbau in der Neustrelitzer Straße wurde am Donnerstagabend ein Opfer der Flammen. 
Der Anbau in der Neustrelitzer Straße wurde am Donnerstagabend ein Opfer der Flammen.
Felix Gadewolz

Das Feuer in Neubrandenburg, welches sich nur Dank des perfekt koordinierten Einsatzes von drei Feuerwehren nicht zur Katastrophe ausweitete, ist laut Polizei höchstwahrscheinlich absichtlich gelegt worden.

Einen Tag nach dem großen Feuer in der Neubrandenburger Südstadt, dem ein Hallen-Anbau zum Opfer fiel, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Zu dieser Schlussfolgerung kam am Freitag ein von der Staatsanwaltschaft berufener Brandursachenermittler. Es konnten keine Hinweise auf einen technischen Defekt oder eine Selbstentzündung festgestellt werden, hieß es. Jetzt hat die Kripo die Ermittlungen aufgenommen.

Dank der professionellen Arbeit der Neubrandenburger Feuerwehren konnte ein Überspringen der Flammen vom Anbau auf die Produktionshalle eines Bootsbauers in der unmittelbaren Nachbarschaft verhindert werden. Nur weil die Zusammenarbeit zwischen den drei Wehren so gut geklappt hat, sei es überhaupt möglich gewesen, die Halle vor dem Feuer zu retten, sagte er.

Nicht nur das: Unweit des Brandherdes stehen das Heizkraftwerk Süd und ein großes Autohaus, da hätte die Schadenssumme - aktuell wird von etwa 23.000 Euro ausgegangen - leicht in schwindelerregende Höhen steigen können. Wie es einen Tag später auch hieß, sei es zu keinen Explosionen während des Feuers gekommen. Vielmehr hätten Verpuffungen zu einem ähnlichen Geräusch geführt. Weder seien eine Gasflasche noch das gasbetriebene Auto in dem Unterstand in die Luft geflogen.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen, die am Donnerstag von 18 Uhr bis 19 Uhr auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen im Bereich des Tatortes in der Neustrelitzer Straße wahrgenommen haben, melden sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395-5582 5224.