Diese Visitenkarte lag Ende Mai in vielen Neubrandenburger Briefkästen. Sie wirbt mit Drogenversand per Post und verschie
Diese Visitenkarte lag Ende Mai in vielen Neubrandenburger Briefkästen. Sie wirbt mit Drogenversand per Post und verschiedenen Zahlungsweisen über die App Teleguard. Die Polizei warnt vor der illegalen Drogenbestellung und Abzocke und ermittelt nun. NK-Montage/© New Africa – stock.adobe.com/Felix Gadewolz/
Drogenhandel

Cannabis-Visitenkarten im Visier der Neubrandenburger Polizei

Drogen kaufen per Visitenkarte: Ende Mai fanden sich genau solche Karten in zahlreichen Briefkästen in Neubrandenburg. Ob Abzocke oder ernst gemeinter Drogenhandel: Die Polizei ermittelt.
Neubrandenburg

Im Fall von ominösen Kreditkarten, auf denen Drogengeschäfte in Neubrandenburg angeboten werden, hat die Polizei nun Ermittlungen aufgenommen. Ende Mai wurden in manchen Neubrandenburger Stadtvierteln scheinbar seriöse Visitenkarten verteilt. „Keine Lust auf Abzocke? Auf der Suche nach Qualität?“, so lockt ein anonymer Anbieter mit dem Vertrieb von Cannabis und Amphetaminen – letzteres im Drogenjargon auch als Pep oder Speed bekannt – per Postversand.

Polizei: Kein seriöses Geschäft

Durch einen Nordkurier-Hinweis schaltete sich auch die örtliche Polizei ein, die nun wegen des Verdachts auf Drogenhandel Ermittlungen einleitet. Weitere Visitenkarten seien bislang nicht gefunden worden. „Solche Aufrufe auf Visitenkarten sollten immer der Polizei gemeldet werden. Die Polizei warnt davor, solchen Angeboten nachzugehen“, betont eine Polizeisprecherin nochmals, dass es sich bei den Visitenkarten keineswegs um ein seriöses Geschäft handelt.

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Der auf der Visitenkarte beworbene Teleguard-Account war bei einer Stichprobe des Nordkurier Anfang Juni tatsächlich aktiv und reagierte auf Anfrage. Laut dem dort per Chat schreibenden „Don Opinel” könne momentan „Gras” bei ihm bestellt werden – 10 Gramm für den Preis von 100 Euro.

Die Bezahlung per Vorkasse und Echtzeitüberweisung wurden gefordert, alternativ sei aber auch eine Paypal-Zahlung möglich. Ein Paypal-Konto sowie eine IBA-Nummer der Rostocker Deutschen Bank folgten im Chat mit „Don Opinel”. Einer Abzocke wurde von dem anonymen Schreiber widersprochen. Auf weitere Fragen ging der unbekannte Drogendealer nicht ein.

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