SMARTPHONE AM STEUER

Polizei jagt Handysünder in Neubrandenburg

Die Polizei hat es in Neubrandenburg auf Fahrer abgesehen, die am Steuer ihr Mobiltelefon nutzen. Die Kontrollen sind Teil einer landesweiten Aktion.
Matthias Lanin Matthias Lanin
Diese junge Frau ging der Polizei gestern bei den themenorientierten Verkehrskontrollen ins Netz.
Diese junge Frau ging der Polizei gestern bei den themenorientierten Verkehrskontrollen ins Netz. Matthias Lanin
Neubrandenburg.

Vermehrte Verkehrskontrollen durch die Polizei hat es am Mittwoch in Neubrandenburg im Rahmen einer landesweiten Aktion gegeben. Die Beamten, die sich mit mehreren Mannschaftswagen im Stadtgebiet verteilten, hatten die Beobachtungsschwerpunkte „Handynutzung und lichttechnische Einrichtungen“, wie es aus der zuständigen Polizeiinspektion hieß.

Als Teil der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ werden die Kontrollen noch bis Ende Januar gezielt verbotswidrige Handynutzung im Straßenverkehr in den Fokus stellen. „Denn sie stellt ein großes Unfallrisiko dar. Somit hat deren Ahndung einen hohen Stellenwert für uns. In unserem Präsidiumsbereich wurden mehr als 5000 Verstöße geahndet“, heißt es weiter.

Mehr Tote durch Handy als durch Alkohol

Den Polizeibeamten, die den Verkehr am Mittwoch genau beobachtet haben, sind aber auch Vorfahrts- und Ampelsünder ins Netz gegangen. „Im gesamten Bereich Neubrandenburg zählen wir in diesem Jahr bereits 23 Handyverstöße und 59 Verstöße bezüglich der lichttechnischen Einrichtungen“, erklärte Polizei-Sprecherin Kathrin Jähner auf Nachfrage.

Das Smartphone ist längst ein äußerst gefährlicher Begleiter im Straßenverkehr geworden. Mittlerweile sterben mehr Autofahrer durch die Ablenkung des Handys als durch Alkohol, schätzen Experten. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil das Smartphone in Deutschland noch nicht als offizielle Unfallursache in die Statistik einfließen kann.

Seit dem 19. Oktober 2017 gelten verschärfte Regeln für die Benutzung von Handys, Navis und Unterhaltungselektronik im Straßenverkehr – für Fahrradfahrer genauso wie für Autofahrer. Wer bei der Fahrt telefonieren will, muss eine Freisprechanlage benutzen und darf höchstens einen Knopf betätigen, zum Beispiel um den Anruf anzunehmen. Das ist die sogenannte „One-Touch”-Regel.

 

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Kommentare (4)

Komisch, da hat die Polizei bei solchen Aktionen irgendwie immer Personal zur Verfügung, aber wenn es darum geht zeitnah einen potentiellen Tatverdächtigen der aus einem Polizeirevier geflohen ist, da ist wieder "Stille im Wald"..... Zwar sind gravierende Unfälle bei der Handynutzung zu erkennen, aber die Abwägung zwischen Fahndung nach Tatverdächtigen und einem elektronischen Gerät am Ohr dürfte bei jedem Bürger ein eindeutiges Ergebnis hervorrufen.

Verstehe ich Sie richtig, dass sich künftig alle Beschäftigten der Polizei immer nur auf einen Sachverhalt konzentrieren sollten?

Als destruktives Gesäusel?

Dabei doch simpel wer sich an die Regeln hält muss nichts bezahlen. Jeder andere ist selbst Schuld die sollten dann auch ordentlich zu Kasse gebeten werden.